Fettverteilung deutet Herzrisiko an

Schon länger ist bekannt, dass die Fettverteilung mit dem Herzerkrankungsrisiko zusammenhängt. Besonders gefährlich ist Bauchfett. Hinweise auf das Herzrisiko liefert aber auch das Fett unter dem Kinn. Jedes Pfund einer Gewichtszunahme lässt einer Untersuchung zufolge das Herzrisiko steigen, denn mit dem zunehmenden Fettanteil ist das Auftreten neuer Herzrisikofaktoren wie Bluthochdruck verbunden. 


Studie: Genaue Untersuchungen von Fett

Übergewicht wird zu einem immer größer werdenden Gesundheitsproblem. In den USA sind 70 Prozent der Erwachsenen übergewichtig, ein Drittel sogar fettleibig. Wie das Fett verteilt ist, zeigt das Risiko für eine Erkrankung des Herzens an, so das Ergebnis einer aktuellen Studie im "Journal of the American College of Cardiology".

Im Rahmen der Studie wurden über 1.100 Frauen und Männer im durchschnittlichen Alter von 45 Jahren untersucht. Die Untersuchten waren Teilnehmer der Framingham-Heart-Studie, eine große, bekannte Studie zur Untersuchung von Herzkreislaufrisikofaktoren. Mit Computertomografien wurde die Verkalkung von Herzgefäßen und der Bauchaorta untersucht, daneben die Menge, der Sitz und die Dichte des gespeicherten Bauchfettes. Mehrfach war im sechsjährigen Verlauf der Untersuchung auch das direkt unter der Haut liegende Fett gemessen worden.


Zunahme des Fettanteils mit neuen Herzrisikofaktoren verbunden

Innerhalb von sechs Jahren nahm das Fett unterhalb des Kinns bei den Studienteilnehmern durchschnittlich um 22 Prozent zu, das Fett in der Bauchhöhle um 45 Prozent. Den Untersuchungsergebnissen zufolge nahm das Herzrisiko mit einer Zunahme der Menge und Dichte des Fettes ebenfalls zu. Jedes Pfund Fett mehr, dass sich seit Studienbeginn nachweisen ließ, war mit dem Neuauftreten von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten und dem metabolischen Syndrom verbunden. 

Sowohl unter der Haut gelegenes Fett als auch Fett innerhalb des Bauchraumes (viszerales Fett) waren mit dem Neuauftreten von Herzrisikofaktoren verknüpft. Als wegweisend erwies sich aber vor allem das Bauchfett.

Quelle: Dr. Julia Hofmann03.10.16Zum AnfangZurück

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