Fettsäuren: Transfette sind gefährlich

Gesättigte Fettsäuren sind für die Gesundheit nicht so gefährlich. Transfette jedoch erhöhen das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und die Zuckerkrankheit. Zu dem Ergebnis kommt eine Studienanalyse, die das "British Medical Journal" veröffentlichte. Transfette sind industrielle Fette, die in einer Vielzahl von Lebensmitteln enthalten sind.

 

 

Transfette und Herzkreislaufrisiko

 

Seit Jahren erhalten Verbraucher die Empfehlung, gesättigte Fettsäuren wie sie Fleisch- und Tierprodukte enthalten, zu meiden bzw. nur begrenzt zu verzehren. Gesättigte Fettsäuren sollen nicht mehr als zehn Prozent der Energie am Tag bereitstellen. Nach neuerer Erkenntnis gefährden aber nicht vor allen die gesättigten Fettsäuren die Gesundheit, sondern die sogenannten Transfette. Nach derzeitigen US-Empfehlungen sollen diese nicht mehr als ein Prozent der täglich zugeführten Energie ausmachen.

 

Gesättigte Fettsäuren stammen vor allem aus tierischen Produkten wie Butter, Milch, Fleisch, Lachs und Eiern. Aber sie sind auch in einigen pflanzlichen Produkten wie Schokolade und Palmöl enthalten. Transfette werden dagegen hauptsächlich in der Industrie aus Pflanzenölen produziert, um sie in Margarine, Snacks oder abgepackten Backwaren zu verwenden.

 

Bereits eine frühere Untersuchung hatte herausgefunden, dass nicht die gesättigten Fettsäuren das Herzkreislaufrisiko und damit Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen, sondern dagegen stehen seit einiger Zeit die Transfette im Verdacht.

 

 

Mehr Pflanzenfette, Nüsse, Vollkorn

 

Die Analyse von 50 Beobachtungsstudien zeigt nun, dass ein höherer Konsum von gesättigten Fettsäuren nicht sicher mit einem erhöhten Risiko für Herzkreislaufkrankheiten, der Diabeteserkrankung und dem allgemeinen Tod in Verbindung stehen. Der Konsum der industriellen Fette dagegen war mit einem erhöhten Krankheitsrisiko und Todesrisiko verbunden.

 

Da die Studienart der analysierten Studien nicht geeignet ist, definitive Schlüsse auf Ursache und Wirkung zu ziehen, sind konkrete Empfehlungen nicht ableitbar. Die Forscher gehen aber davon aus, dass gesättigte Fette und Transfette nur begrenzt aufgenommen werden sollten. Es empfiehlt sich ein Ersatz durch Pflanzenöle, Nüsse und Vollkorn.

Quelle: Dr. Julia Hofmann26.08.15Zum AnfangZurück

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