Fettleibigkeit: Weniger Alkohol bei Magen-Bypass!

Bei starkem Übergewicht, kann eine Magenoperation helfen, die Pfunde purzeln zu lassen. Aber Vorsicht: Während der Körper nun weniger Nahrungsmittel aufnimmt, tritt bei Alkohol ein gegenteiliger Effekt auf, heißt es im Deutschen Ärzteblatt. Damit besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit. Natürlich ist auch die Fahrtüchtigkeit im Falle von Alkoholgenuss schnell beeinträchtigt.

 

 

Magen-Bypass: Aufnahme von weniger Nahrung und mehr Alkohol

 

Sehr starkem Übergewicht lässt sich manchmal mit einer Diät und vermehrter Bewegung kaum noch beikommen. Eine mögliche Behandlungsoption ist die Magen-Bypass-Operation. Dabei wird operativ der Magen verkleinert, sodass weniger Nahrung aufgenommen werden kann. Zusätzlich werden Anteile des Darmes umgangen. Dies führt mit der Zeit zu einer deutlichen Gewichtsabnahme und der Betroffene ist weitgehend davor geschützt, zu viel zu essen. Aber nicht nur die Aufnahme der Nahrung verändert sich, sondern offenbar auch die von Alkohol, zeigt eine Untersuchung, die im Journal "JAMA Surgery" veröffentlicht wurde.

 

In der Studie waren neun Frauen nach Magen-Bypass-Operation untersucht worden. Ein stark alkoholisches Probegetränk ließ den Blutalkoholspiegel bei den operierten Frauen schneller ansteigen als bei noch nicht operierten Frauen. Schon nach fünf Minuten hatten Operierte einen Alkoholspiegel von 1,1 Promille, nicht Operierte erst nach 20 Minuten einen von 0,8 Promille.

 

 

Nach Operation erhöhtes Abhängigkeitsrisiko

 

Der rasant ansteigende Blutalkoholspiegel nach der Operation schränkt dich Fahrtüchtigkeit ein und birgt das Risiko der Entstehung einer Alkoholabhängigkeit. Denn der in die Blutbahn schnell anflutende Alkohol erfüllt die Kriterien des sogenannten Binge-Drinking. Binge-Drinking ist das Trinken einer großen Alkoholmenge, die in eine Alkoholvergiftung münden kann und das Abhängigkeitsrisiko steigert. Laut Studienautoren zeigt bereits eine Studie, dass Magenoperierte ein erhöhtes Alkoholabhängigkeitsrisiko aufweisen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann21.08.15Zum AnfangZurück

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