Fettleibigkeit: Gene hindern nicht am Abnehmen

Forscher entdecken immer mehr Gene, die für Fettleibigkeit empfänglich machen. Aber steht dieses Erbmaterial der Gewichtsabnahme entgegen, wie viele Menschen glauben könnten? Nein, so Wissenschaftler im renommierten "British Medical Journal".


Gene hindern nicht am Abnehmen

Übergewicht und Fettleibigkeit verbreiten sich weltweit endemisch. Nach Schätzungen sind 2,1 Billionen Menschen davon betroffen. In den USA sind mehr als ein Drittel der Erwachsenen übergewichtig. Das zog im Jahr 2008 medizinische Kosten in einer Höhe von 147 Billionen US-Dollar nach sich. Nicht zuletzt deshalb beschäftigen sich immer mehr Wissenschaftler mit den Ursachen und Folgen von Übergewicht sowie der Vorbeugung.

Vermehrt Interesse besteht auch an der genetischen Programmierung und dem Einfluss auf das Übergewichtsrisiko beim Menschen. Es ließen sich bereits eine ganze Reihe von Genorten identifizieren, die den Body Mass Index (BMI) und die Fettverteilung beeinflussen. Der BMI ist ein Maß zur Abschätzung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße. Forscher konnten bereits 97 Genorte ausmachen, die für 2,7 Prozent der BMI-Schwankungen verantwortlich zu machen sind.

Wissenschaftler nahmen nun ein für das Gewicht wichtiges Gen, das FTO-Gen, genauer unter die Lupe und prüften bisherige Studien auf den Zusammenhang mit einem Abnehmerfolg. Möglich war die Untersuchung der Daten von annähernd 10.000 Menschen aus acht randomisierten kontrollierten Studien.

Es zeigte sich zwar, dass Menschen mit Fettleibigkeitsgen zu Beginn der Studien ein knappes Kilogramm mehr wogen als Studienteilnehmer ohne diese genetische Belastung. Den Erfolg einer Behandlung zur Gewichtsabnahme schmälerte dies jedoch nicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.09.16Zum AnfangZurück

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