Fernsehen schlägt auf Hirnleistung

Wer viel vor dem Fernseher sitzt, lebt nicht gesund, denn das erhöht verschiedene Krankheitsrisiken. Der TV-Konsum bei jüngeren Menschen ist zudem mit späteren Einbußen der Denkleistung verbunden.

 

 

Langzeitstudie zum Zusammenhang TV-Konsum und geistige Fitness

 

Der zunehmend bewegungsarme Lebensstil vieler Menschen macht Forschern und Medizinern Sorgen. Man weiß, dass mangelnde körperliche Aktivität mit Herzkreislauferkrankungen, verschiedenen Arten von Krebs, Zuckerkrankheit und Übergewicht verbunden ist. Wer sich regelmäßig bewegt, ist dagegen nicht nur fitter, sondern leidet auch seltener an Depressionen und kann mit einem längeren Leben rechnen. Immer mehr verdichten sich auch die Hinweise, dass Bewegung der Denkleistung und Hirnfunktion zugutekommt. Neueste Forschungsergebnisse stützen bisherige Hinweise auf die Auswirkungen von Bewegung bzw. mangelnder Bewegung auf Denk- und Hirnleistungen und gewähren einen tieferen Einblick in die Zusammenhänge.

 

Kalifornische Forscher untersuchten die Daten von über 3.200 Studienteilnehmern zwischen 18 und 30 Jahren, die an einer Studie zur Ermittlung des Herzrisikos teilgenommen hatten. In Fragebögen machten die Teilnehmer alle zwei bis fünf Jahre insgesamt 25 Jahre lang Angaben zu ihrem TV-Konsum und der Bewegung. Ebenso wurden Untersuchungen zur geistigen Leistungsfähigkeit und dem Erinnerungsvermögen gemacht.

 

 

Wenig Bewegung, viel Fernsehen - schlechtere Leistungen in Hirnleistungstests

 

Teilnehmer, die sich in jungen Jahren weniger bewegt und mehr Zeit vor dem Fernseher verbracht hatten, wiesen in späteren Lebensjahren eine schlechtere geistige Leistungsfähigkeit auf, so das Ergebnis in "JAMA Psychiatry". Schlechtere Ergebnisse erzeilten sie v.a in der Verarbeitungsgeschwindigkeit und den exekutiven Funktionen. Zu den exekutiven Funktion gehören unter anderem die Gedächtnisleistung, aber auch die Risikoabwägung, Aufgabenflexibilität, Problembewältigung und Planung. Studienteilnehmer, die sich in jungen Jahren am wenigsten bewegt hatten und am meisten ferngesehen hatten, hatten die schlechtesten Leistungen erbracht.

  

Bewegung und Sport sind den Studienergebnissen zufolge also nicht nur wichtig, um körperlich gesund zu bleiben, sondern auch, um seine geistige Fitness zu erhalten. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.12.15Zum AnfangZurück

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