FDA warnt vor homöopathischen Zahnungshilfen

Die Zeit der Zahnung kann für Kinder und Eltern eine schwierige Zeit sein. Die US-Arzneimittelbehörde warnt Eltern jetzt vor homöopathischen Zahnungshilfen in Form von Gelen oder Tabletten. Das geht aus einem Artikel im "Deutschen Ärzteblatt" hervor.


Homöopathie mit Nebenwirkungen

Homöopathische Zahnungsmittel in Form von Tabettlen oder Gelen können Babys gefährlich werden, heißt es im "Deutschen Ärzteblatt". Die FDA macht damit wiederholt auf das Problem aufmerksam. Die Produkte sollten nicht angewendet und entsorgt werden.

Die mit einer Zahnung verbundenen Probleme bei Säuglingen und Kleinkindern sind für Eltern häufig Anlass auf homöopathische Zahnungsmittel zurückzugreifen, um das Zahnen zu erleichtern. In diesen Mitteln waren bereits in der Vergangenheit Stoffe enthalten, die den Kindern schaden können. Bereits im Jahr 2010 hatte sich dem Bericht zufolge in einem Produkt eine erhöhte Menge von Belladonna aus der Tollkirsche nachweisen lassen. Das Produkt musste vom Markt genommen werden.


FDA: Produkte werden möglicherweise überdosiert

Doch auch anschließend kam es offenbar immer wieder zu Meldungen von Nebenwirkungen wie Krampfanfällen durch als homöopathisch gekennzeichnete Produkte. Möglicherweise dosieren Verbraucher die Mittel zu hoch. Selbst wenn nur Spuren potentiell schädigender Inhaltsstoffe in einem Produkt enthalten sind, könne eine Überdosierung möglicherweise zu unerwünschten Wirkungen führen, heißt es.

Fallen Kinder nach der Anwendung von Zahnungshilfen durch Krampfanfälle, Atemnot, Lethargie, Schläfrigkeit, Muskelschwäche, Hautrötung oder Verstopfung auf, sollten Verbraucher besser Hilfe suchen. Auch vermehrte Unruhe und Schwierigkeiten beim Urinlassen sind möglich.

Das Zahnen von Säuglingen und Babys ist mit möglichen Beschwerden wie Spannungs- und Druckgefühl, Juckreiz oder Schmerzen verbunden. Typischerweise beißen die Kinder auf Gegenständen herum und produzieren viel Speichel. Manchmal sind die Wangen gerötet und die Körpertemperatur erhöht. Weinerlichkeit und Unzufriedenheit machen meist auch den Eltern zu schaffen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.10.16Zum AnfangZurück

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