Fastfood stört Bildung starker Knochen

Wer in einer Gegend wohnt, in der es viele Fastfood-Restaurants gibt, ernährt sich wahrscheinlich ungesünder. Ist das bereits in der frühen Kindheit der Fall, kann das die Knochenentwicklung beeinträchtigen. Britische Forscher plädieren dafür, kein Fastfood in Wohngebieten und in der Schulumgebung anzubieten.

 

 

Lebensmittel in der Wohnumgebung beeinflussen Knochengesundheit

 

Forscher der Southampton Universität in Großbritannien untersuchten die Knochen von sechsjährigen Kindern und setzten die Befunde mit der Wohngegend und den dort vorhandenen Fastfoodrestaurants in Zusammenhang. Zugrunde liegen die Daten von über 1.100 Kindern, die mit den Müttern an einer Studie zur Ernährung und zum Lebensstil und den Auswirkungen auf die Gesundheit teilgenommen hatten. Die Forscher untersuchten die Knochendichte der Kinder nach der Geburt und im Alter von vier oder sechs Jahren.

 

Es zeigte sich, dass Neugeborene von Müttern, in deren Nachbarschaft viel Fastfood angeboten wurde, eine geringere Knochendichte aufwiesen. Dieser Zusammenhang war allerdings im Alter von vier oder sechs Jahren statistisch nicht mehr relevant.

 

Hatten Kinder allerdings eher gesunde Lebensmittelgeschäfte wie Obst- und Gemüseläden in der nahen Wohnumgebung, war ihre Knochendichte im Alter von vier und sechs Jahren höher.

 

 

Kein Fastfood in der Nähe der Wohnumgebung und der Schulen?

 

Die Forscher vermuten daher, dass eine gesunde Nahrungsmittelumgebung dazu beitragen könnte, die Knochengesundheit von Kindern über die Ernährungsgewohnheiten der Mutter zu optimieren. Sollten sich die Ergebnisse in weiteren Untersuchungen bestätigen, ließe das vermuten, dass die Gestaltung der Nahrungsmittelumgebung in Wohngebieten der kindlichen Knochengesundheit zugutekommt.

 

In einigen Gebieten von Großbritannien finden bereits Untersuchungen von Wohnumgebungen statt und es werden entsprechende Konsequenzen gezogen. So sind beispielweise Fastfoodrestaurants oder Imbisse im Bereich von 400 Metern um eine Schule nicht erlaubt. 

 

Die Studie veröffentlichten die Forscher im Journal "Osteoporosis International".

 

Quelle: Dr. Julia Hofmann22.10.15Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: