Fasten könnte Leben verlängern

Regelmäßig wiederholtes Fasten könnte das Leben verlängern. Darauf weisen experimentelle Studien an Hefezellen und Mäusen hin. Erste Daten am Menschen lassen Ähnliches vermuten.

 

 

Fasten: Gewicht und Gesundheit verbessert

 

Wer einige Tage alle paar Monate fastet, tut seinem Körper womöglich tatsächlich eine Wohltat. Darauf deutet ein Studie von Italienern und Amerikanern hin. Bereits frühere Studien zeigten, dass Fasten das Ímmunsystem verbessert und beschädigte Zellen erneuert.

 

An Hefezellen und Mäusen zeigte sich jetzt, dass Fasten nicht nur das Körpergewicht reduzierte, sondern auch den Blutzuckerspiegel- und Stoffwechsel verbesserte. Nieren, Leber und Herz verkleinerten sich während der Fastenzeit. Allerdings hielt dieser Effekt nicht an.

 

Dennoch war die Gesundheit fastender Tiere verbessert. Sie entwickelten seltener Krebserkrankungen, hatten eine höhere Anzahl von Stammzellen und regenerierten eine Vielzahl von Körperzellen rascher, schreiben die Forscher in "Cell Metabolism". Die raschere Regeneration betraf Knochen-, Muskel-, Leber-, Hirn- und Immunzellen.

 

Die Lebensspanne fastender Mäuse schien gegenüber nicht fastenden Tieren verlängert, die gesamte Gesundheit verbessert. Einen Profit hatten die Tiere auch hinsichtlich des Lernens und Gedächtnisses.

 

 

Fasten auch beim Menschen erfolgreich?

 

Einen ähnlichen Versuch starteten die Wissenschaftler dann mit 19 Menschen. Sie sollten über drei Monate pro Monat fünf Tage lang fasten. Die Mahlzeiten enthielten während der Fastenzeit 34 bis 54 Prozent der sonst aufgenommenen Kalorienzahl sowie elf bis 14 Prozent Eiweiß. 42 bis 43 Kohlenhydrate und 44 bis 46 Prozent Fett.

 

Der Vergleich mit nicht fastenden Erwachsenen zeigte, dass Risikofaktoren des Alterns und für Erkrankungen des Herzkreislaufsystems, Diabetes und Krebs reduziert waren. Nur fünf Prozent der Teilnehmer mussten das Fasten abbrechen, weil sie den Diätanweisungen keine Folge leisteten.

 

Die Forscher empfehlen aber Menschen, die fasten wollen, dies nur unter ärztlicher Kontrolle zu tun.

Quelle: Dr. Julia Hofmann03.07.15Zum AnfangZurück

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