Stoff aus grünem Tee gegen Zahnschmerz

Viele kennen das schmerzhafte Ziehen in den Zähnen beim Essen von Eis oder Trinken des heißen Tees. Gegen schmerzempfindliche Zähne könnte grüner Tee, beziehungsweise eine Substanz aus der Pflanze helfen.


Schäden am Zahnschmelz lassen Zähne empfindlich reagieren

Behandlungen gegen schmerzempfindliche Zähne versprechen nicht immer Linderung. Beim Trinken oder Essen von Heißem oder Kaltem kommt es bei Betroffenen oftmals zu spitzen, starken Schmerzen. Bis zu 25 Prozent der Bevölkerung könnten von schmerzempfindlichen Zähnen betroffen sein.

Schmerzempfindliche Zähne entstehen aufgrund von Erosionen im Zahnschmelz, der den Zahn vor äußeren Einflüssen schützt. Das unter dem Zahnschmelz liegende Dentin ist ein knochenähnliches Gewebe mit kleinsten Kanälen, die normalerweise nicht gefüllt sind. Bei angegriffenem Zahnschmelz liegt das Dentin frei und die feinsten Kanälchen in der Zahnschicht führen bei einem Kontakt der kalten oder heißen Lebensmittel mit dem Zahnnerv zu Schmerzen. Menschen mit schmerzempfindlichen Zähnen sind auch gefährdeter, Karies und Zahnschäden zu entwickeln. Denn über die kleinen Verbindungen im Dentin können auch Bakterien in das Zahninnere finden.


Neues Material schützt Zähne besser

Gegenwärtige Behandlungen zielen meist auf den Verschluss der offenen Zahnkanäle mit Nanohydroxyapatit ab. Doch dem täglichen Essen und Zähneputzen hält die künstliche Schutzschicht in der Regel nicht lange stand. Forscher waren deshalb auf der Suche nach Biomaterial, dass das Nanohydroxylapatit ergänzen und es wirksamer und haltbarer machen könnte.

Dies gelang jetzt mit einem Stoff aus grünem Tee, zeigt eine Studie im Fachmagazin "ACS Applied Materials & Interfaces". Die Verbindung von Nanohydroxylapatit mit der Substanz Epigallocatechin-3-Gallat (ECGC) ergab ein Material, das Zähne offenbar zuverlässig schützen kann. Das Material scheint haltbarer als das bisherige zu sein.

Die Forscher sind zuversichtlich, dass die neu entwickelte Verbindung vielen Patienten in der klinischen Praxis zugutekommt. Nicht nur die Schmerzen sollten nach der Zahnbehandlung mit dem bioaktiven Stoff reduziert werden, sondern auch Zahnschäden aufgrund in den Zahn eindringender Bakterien.

Quelle: Dr. Julia Hofmann25.08.17Zum AnfangZurück

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