Gesunde Ernährung schützt vor MS-Symptomen

Eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn könnte Menschen mit Multipler Sklerose (MS) zugutekommen. Einer aktuellen Studie zufolge entwickeln sie damit weniger Symptome und Einschränkungen.


Bislang keine Empfehlungen zur Ernährung bei MS

Es gibt bislang keine offiziell empfohlene Ernährung bei Multiple Sklerose, die nachgewiesen Schübe oder Behinderungen aufhalten beziehungsweise reduzieren kann. Eine gesunde vollwertige Ernährung ist aber natürlich auch Patienten mit der chronischen entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems zu empfehlen.

Wissenschaftler der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore fanden jetzt anhand einer Befragung von fast 7.000 MS-Patienten heraus, dass eine gesunde Ernährung die Krankheit durchaus positiv beeinflussen kann. Die Patienten hatten zudem als Teil der North American Research Commitee Registry Angaben zu ihrem Lebensstil, ihrem Gewicht, zum Ausmaß an Bewegung sowie zu ihrem Rauchstatus gemacht. Daneben berichteten die Studienteilnehmer, ob sie in den vergangenen sechs Monaten einen Schub erlitten hatten.


Mit gesunder Ernährung weniger Depressionen und andere Beschwerden 

Wie im Journal "Neurology" berichtet, wiesen MS-Patienten mit der gesündesten Ernährung eine um 20 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit für schwere körperliche Einschränkungen auf als Menschen mit der ungesündesten Ernährung. Als gesund galten durchschnittlich 1,7 Portionen Vollkornprodukte sowie 3,3 Portionen Obst und Gemüse am Tag. 

Darüber hinaus war eine gesunde Ernährung mit einer um 50 Prozent reduzierten Wahrscheinlichkeit für Depressionen verbunden. Eine übermäßige Müdigkeit und Erschöpfung, auch Fatigue genannt, kam zu 30 Prozent weniger wahrscheinlich vor und Schmerzen traten zu 40 Prozent weniger wahrscheinlich auf als bei Patienten, die sich ungesund ernährten.

Einen ursächlichen Zusammenhang kann die Untersuchung der Forscher nicht belegen. Der Verdacht liegt jedoch nahe, dass es sich lohnen könnte, auf eine gesunde Ernährung und Lebensweise zu achten.

Quelle: Dr. Julia Hofmann13.12.17Zum AnfangZurück

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