Kinder: Nach Krebs ist Ernährung wichtig

Erwachsene, die in ihrer Kindheit an Krebs erkrankt waren, ernähren sich häufig ungesund. Dies macht sie für chronische Krankheiten anfällig, zeigt eine Untersuchung von Ernährungswissenschaftlern. 


Zucker und Fett: "Leere" Kalorien

Ob es zwischen der Ernährung und einer Krebserkrankung in der Kindheit einen Zusammenhang gibt, untersuchten Ernährungswissenschaftler der Friedman School of Nutrition Science and Policy der Universität in Massachusetts. 2.700 in ihrer Kindheit an Krebs erkrankten Studienteilnehmer gaben ihre Ernährungsgewohnheiten in Fragebögen an. Diese glichen die Forscher mit Ernährungsrichtlinien ab. 

Wie die im "Journal of Nutrition" veröffentlichten Ergebnisse zeigen, nahmen die Befragten zu wenig Vollkorn, dafür aber sehr viel Natrium und "leere" Kalorien zu sich. Diese stammen in erster Linie aus ungesunden Fetten und Zucker. "Exzessive Mengen an Natrium und gesättigten Fetten sind Risikofaktoren für Herzgefäßkrankheiten, Diabetes und Fettleibigkeit", so die Wissenschaftler. Der Vergleich mit derzeit gültigen Ernährungsempfehlungen zeigte, dass die Studienteilnehmer diese hinsichtlich der Zufuhr von Ballaststoffen, Kalium, Magnesium, Vitamin D, Kalzium und Vitamin E nicht erfüllten.


Krebs in der Kindheit macht krankheitsanfällig

Dies erhöht laut derzeitiger Kenntnis nicht nur das Risiko für verschiedene chronische Krankheiten, sondern auch für eine zweite Krebserkrankung. Die Wissenschaftler fordern, dass bei der Behandlung von Krebskrankheiten bei Kindern mehr Gewicht auf die Ernährung gelegt werden muss und das in die Versorgung der Krebserkrankung integriert werden sollte. Eine Studie hatte bereits gezeigt, dass Patienten mit Krebs in der Kindheit mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Alter von 50 Jahren eine lebensbedrohliche chronische Erkrankung aufweisen. Vor diesem Hintergrund sei eine gesunde Ernährung besonders wichtig.

Die Behandlung einer Krebskrankheit erfordert meist eine aggressive Behandlung, die Schäden im Körper hinterlassen und Organfunktionen langfristig stören kann.  

Quelle: Dr. Julia Hofmann04.11.16Zum AnfangZurück

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