Gesättigte Fette setzen Herz zu

Wer zu viele ungesunde gesättigte Fette isst, steigert sein Risiko für die koronare Herzkrankheit. Zu diesem Schluss kommt eine im "British Medical Journal" veröffentlichte Studie. Dagegen lässt sich aber leicht etwas tun, so Wissenschaftler. Sie identifizierten die das Herzrisiko erhöhenden Fette und fanden heraus, dass nur ein Prozent dieser Fette ersetzt werden müssten, um das Herzerkrankungsrisiko um acht Prozent zu senken.


DGE: Weniger Energie aus gesättigten Fetten beziehen

In Butter, Schmalz, rotem Fleisch, Milchprodukten und Palmöl sind ungesunde gesättigte Fettsäuren enthalten, die das Risiko der koronaren Herzkrankheit (KHK) mit der möglichen Folge eines Herzinfarkts erhöhen. Nach Ernährungsempfehlungen sollte man den Anteil dieser Fette in der Ernährung reduzieren und vermehrt ungesättigte pflanzliche Fette konsumieren. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten nicht mehr als sieben bis zehn Prozent der Gesamtenergiezufuhr aus gesättigten Fettsäuren bezogen werden. Im Sinne einer ausgewogenen Ernährung sollte mehr Obst und Gemüse, Vollkorn, Nüsse, Hülsenfrüchte und Fisch konsumiert werden. Bei den Speiseölen empfehlen sich pflanzliche Fette mit mehrfach ungesättigten Fetten.

Es gilt als belegt, dass sich der individuelle Konsum von Fettsäuren auf die Blutfettwerte auswirkt. Die Beeinflussung auf das Risiko der Entwicklung einer KHK durch Fette in der Diät scheint bislang nicht hinreichend untersucht und war Gegenstand der aktuellen Studie. Zugrunde liegt die Datenanalyse von 116.000 Menschen aus zwei großen Beobachtungsstudien, der "Health Professionals Follow-up Study" mit 43.000 Männer und der "Nurses Health Study" mit mehr als 73.000 Frauen. Die Studienteilnehmer hatten alle vier Jahre Fragebögen zur Ernährung und Gesundheit ausgefüllt und waren 24 bis 28 Jahre lang beobachtet worden.


Palmitinsäure schlägt besonders aufs Herz

Den Studienergebnissen zufolge war eine um fünf Prozent größere Zufuhr langkettiger gesättigter Fettsäuren durch die Ernährung mit einem 25 Prozent erhöhten Risiko für eine sich in der Nachbeobachtungszeit entwickelnden KHK verbunden. Weitere Analysen offenbarten, dass der nur einprozentige Ersatz gesättigter Fette pro Tag durch eine gleich hohe Kalorienmenge aus ungesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten aus Vollkorn oder pflanzlichen Proteinen das relative KHK-Risiko um vier bis acht Prozent senken könnte.

Am wirksamsten erwies sich demnach der Ersatz von Palmitinsäure, die in Palmöl, Milchfett und Fleisch zu finden ist.

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.11.16Zum AnfangZurück

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