Ernährung beeinflusst Migräne

Wer unter Migräne leidet, sollte vielleicht seine Ernährung genauer unter die Lupe nehmen. Denn diese kann anfallsauslösend wirken. Besonders im Verdacht steht Koffein, so Neurowissenschaftler.


Koffein: Zu viel und zu wenig kann Migräne auslösen

Mit zwei Strategien der Ernährung lässt sich Migräneattacken mitunter vorbeugen: Das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel, die Anfälle triggern und eine Zusammensetzung der Diät, die vorbeugend wirkt, so US-Experten. Sie hatten die Literatur zum Thema studiert und 180 Forschungsarbeiten gefunden, die sich mit der Thematik auseinandergesetzt hatten.

Demnach ist Koffein eines der wichtigsten Migränetrigger. Sowohl der Entzug von Koffein als auch ein Zuviel davon kann Migräne auslösen. Wer etwa gewohnt ist, morgens drei oder vier Tassen Kaffee zu trinken und diese dann plötzlich weglässt, kann mit Kopfschmerzen oder gar Migräne rechnen. Aber auch mehr als 400 Milligramm Kaffee pro Tag können Migränepatienten der Untersuchung zufolge schaden. Eine Tasse misst etwa 125 Milligramm. 


Forscher: Glutamat und Nitrit in Nahrung meiden

Aber auch der Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, der häufig in verarbeiteten Lebensmitteln, Suppen, Soßen, Snacks oder Salatdressings verarbeitet ist, kann Migräne fördern. Die Forscher empfehlen, mehr natürliche und frische Nahrungsmittel zu essen. Glutamat provoziere in flüssigen Nahrungsmitteln wie Suppen Migräneanfälle.

Anfallsauslösend können bei fünf Prozent der Menschen mit Migräne auch Nitrite wirken. Sie sind häufiger in Fleisch- und Wurstwaren zu finden, aber auch in Gemüsen und Salaten vermehrt vorhanden. Daneben kann Alkohol Migräneanfälle auslösen. Rotwein und Wodka sind hier besonders nennenswert. 

Drei Arten von Diäten können der Studie zufolge aber vorbeugend wirken. Dies sind einerseits eine fettarme, andererseits aber auch eine kohlenhydratarme Ernährung sowie drittens eine Diät, die reich an den ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist. Eine kohlenhydratarme Ernährung sollte jedoch nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden, empfehlen die Wissenschaftler im Journal "Headache: The Journal of Head and Face Pain".

Quelle: Dr. Julia Hofmann11.11.16Zum AnfangZurück

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