DGE: Fisch auf den Tisch!

Fisch und die darin enthaltenen gesunden ungesättigten Fettsäuren beugen Herzkreislauferkrankungen vor. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, im Ernährungsplan ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu berücksichtigen.


Fischverzehr senkt Herzkreislaufrisiko

Herzkreislaufkrankheiten sind in der Todesursachenstatistik die Nummer 1. Die Ernährung und langkettige Omega-Fettsäuren spielen für die Entstehung zugrundeliegender Erkrankungen eine bedeutende Rolle. Laut DGE erbrachte die Analyse von 50 Studien zum Fischverzehr, dass der regelmäßige Fischkonsum insbesondere von fettreichem Fisch das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Fettstoffwechselstörungen senken kann. Denn durch regelmäßige Fischmahlzeiten lasse sich die Konzentration an Triglyceriden senken, die des HDL (High Density Lipoprotein)-Cholesterins erhöhen. Ob hinsichtlich des Blutdrucks auch ein Nutzen zu verzeichnen ist, bleibt unklar und bedarf weiterer Untersuchungen.


Fettreiche Fischsorten liefern viel gesunde Fette

Die DGE empfiehlt ein- bis zweimal pro Woche, Fisch zu essen. 70 Gramm der Menge sollte aus fettreichem Fisch wie Hering, Lachs oder Makrele bestehen. Zu den fettarmen Fischarten zählen beispielweise Kabeljau, Seehecht, Scholle und Rotbarsch. Auch in ihnen sind die n-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) enthalten. Fettreiche Fischsorten liefern jedoch eine größere Menge der gesunden Fettsäuren. Thunfisch gilt auch als guter Fettlieferant, doch kann er wie Schwertfisch, Kabeljau, Weißfisch, Hecht oder Seehecht mit Quecksilber und anderen Schadstoffen belastet sein. Deshalb sollten laut DGE besonders Schwangere und stillende Frauen deren Verzehr einschränken.

Um der Überfischung entgegen zu wirken, empfiehlt die DGE auf eine anerkannt nachhaltige Herkunft zu achten. Hilfe beim Kauf biete ein Siegel von Organisationen und Verbänden, etwa das MSC-Siegel.

Langkettige Omega-Fettsäuren sind auch in Nüssen, Ölsaaten und daraus hergestellten Ölen wie Rapsöl, Walnussöl oder Sesamöl enthalten.

Quelle: Dr. Julia Hofmann30.09.16Zum AnfangZurück

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