Depressionsbehandlung reduziert Herzrisiko

Sowohl Depressionen als auch Herzerkrankungen sind häufig. Zwischen beiden Erkrankungen gibt es enge Zusammenhänge. Für die Herzgesundheit ist eine frühe Depressionsbehandlung bedeutsam.


Depressionen fördern Herzerkrankungen

Millionen von Menschen in Deutschland leiden unter einer behandlungsbedürftigen Depression, Herzkreislauferkrankungen sind hierzulande die wichtigste Todesursache. Schon länger ist bekannt, dass Depressionen zur Entwicklung von koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz beitragen. Den engeren Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen untersuchten Epidemiologen aus Salt Lake City.

Dafür nutzten sie die gesammelten Daten von 7.550 Patienten einer nationalen Datenbasis. Diese hatten im Verlauf von zwei Jahren zwei Fragebögen zur Depression ausgefüllt. Die Forscher beobachteten im Anschluss, welche Patienten Herzkreislauferkrankungen entwickelten. 


Behandlung von Depressionen schützt das Herz

Es zeigte sich, dass Patienten, die nicht mehr depressiv waren, ein ähnliches Herzkreislaufrisiko aufwiesen wie Patienten, die niemals unter einer Depression gelitten hatten. Dagegen war die Gefahr, eine Herzerkrankung zu erleiden, erhöht, wenn Patienten während der Studie depressiv wurden oder depressiv geblieben waren. Mit anderen Worten: Patienten, deren Depression behandelt wurde, wiesen ein verringertes Herzkreislaufrisiko vergeichbar dem nicht Depressiver auf. 

Ergebnisse der Studie stellten die Wissenschaftler anlässlich eines Treffens der American College of Cardiology in Chicago vor. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann14.04.16Zum AnfangZurück

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