Darmkrebs: Rauchen erhöht Sterblichkeit

Raucher, die eine Darmkrebserkrankung zunächst überleben, tragen verglichen mit Nichtrauchern das doppelte Risiko zu sterben. Dabei ist nicht nur das Todesrisiko aufgrund der Krebserkrankung erhöht sondern auch das allgemeine Todesrisiko, ergab eine aktuelle Untersuchung.

 

Forscher der American Cancer Society fanden erneut Beweise für einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen von Zigaretten und einem erhöhten Todesrisiko bei Darmkrebspatienten. Ergebnisse veröffentlichte das "Journal of Clinical Oncology". Sie initiierten eine der bislang größten Studien zum Rauchen und dem Überleben bei Darmkrebs. Dabei berücksichtigten sie den Raucherstatus der Studienteilnehmer vor und nach der Diagnose von Darmkrebs.

 

 

Rauchen erhöht Todesrisiko bei Darmkrebs

 

Daten von 184.000 Erwachsenen, die an der "American Cancer Society's Cancer Prevention Study II" teilgenommen hatten, ergaben 2.548 neu diagnostizierte Darmkrebsfälle, deren Krebs aber noch nicht gestreut hatte. Von dieser Gruppe starben in einem Zeitraum von 7,5 Jahren 1.074 Teilnehmer. 453 Personen davon starben aufgrund des Darmkrebses.

 

Die Datenanalyse ergab, dass Darmkrebsüberlebende, die vor der Diagnose Raucher waren, ein doppeltes allgemeines Todesrisiko als doppeltes Todesrisiko aufgrund des Darmkrebses aufwiesen. Auch Patienten, die nach der Diagnose noch rauchten, zeigten verdoppelte Todesrisiken.

 

Ehemalige Raucher dagegen, die noch vor der Krebsdiagnose mit dem Rauchen aufgehört hatten, wiesen zwar ein erhöhtes allgemeines Todesrisiko auf, das Risiko eines Todes aufgrund von Darmkrebs jedoch war nicht erhöht.

Als Ursachen vermuten die Wissenschafter, dass Raucher möglicherweise aggressivere bösartige Tumoren entwickeln oder das Rauchen den Therapieerfolg schwächt.

 

Darmkrebs kann mithilfe einer Darmspiegelung sicher festgestellt bzw. ausgeschlossen werden. Die Untersuchung ist Bestandteil einer von den Krankenkassen bezahlten Vorsorgeuntersuchungen, die ab dem Alter von 55 Jahren empfohlen wird.

Quelle: Dr. Julia Hofmann13.02.15Zum AnfangZurück

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