Chronische Krankheiten: Tai Chi hilft!

Auch chronisch kranke Menschen können von Tai Chi profitieren. Die traditionelle chinesische Sportart hilft älteren Patienten mit Brustkrebs, Herzschwäche, Arthrose und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), zeigt eine Analyse von Studien.

 

 

Tai Chi für chronisch kranke ältere Patienten

 

Dass körperliche Bewegung und Sport für chronisch kranke Patienten wichtig ist, ist schon länger bekannt. Ob sich Tai Chi eignet, untersuchten jetzt Wissenschaftler genauer und bewerteten Studien zum Thema.

 

Tai Chi besteht aus langsamen, sanften und fließenden Bewegungen, die Muskelkraft, Balance und Körperhaltung verbessern sollen. Ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen können ihre körperliche Verfassung mit der Methode verbessern, ohne mehr Schmerzen oder Luftnot in Kauf nehmen zu müssen, ergab eine Untersuchung im "British Journal of Sports Medicine".

 

Das Alter der Studienteilnehmer der in der Analyse zugrunde gelegten Studien betrug zwischen Mitte 50 und Anfang 70. Durchschnittlich nahmen die Patienten zwölf Wochen zwei- bis dreimal am Tai Chi-Training teil. Die Trainingszeit betrug meist eine Stunde.

 

 

Mehr Kraft, leistungsfähiger und mehr Lebensqualität

 

Die Teilnahme am Tai Chi war mit einer verbesserten körperlichen Leistungsfähigkeit und einer Zunahme der Muskelkraft bei den Patienten mit den verschiedenen vier untersuchten chronischen Erkrankungen verbunden. Zumindest zeigte sich tendenziell eine Verbesserung.

  

Verbesserungen ließen sich in einem sechsminütigen Gehtest belegen. Die zunehmende Muskelkraft zeigte sich in der Beugung und Streckung der Knie und wie viel Zeit benötigt wurde, um aufzustehen und sich zu bewegen. Daneben zeigten die Ergebnisse eine verbesserte Lebensqualität.

 

Bei Patienten mit Arthrose waren Schmerzen und Steifheit reduziert. Patienten mit COPD wiesen weniger Atemprobleme auf, was bei der Erkrankung ein Hauptsymptom ist. Tai Chi könnte bei chronischen Erkrankungen eine sinnvolle Therapieergänzung sein, so die Wissenschaftler.

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.09.15Zum AnfangZurück

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