Burnout bei Lehrern ansteckend?

Lehrer leiden oftmals unter dem Burnout-Syndrom. Unter jungen Lehrern scheint Burnout geradezu ansteckend zu sein. Eine aktuelle Studie bestätigt, dass Burnout auch an Kollegen weitergereicht wird.


Burnout bei Lehrern häufig

Eine Studie zeigt, dass sich Burnout von einem Lehrer auf Kollegen ausbreiten kann. Es könnte sein, dass die Wahrnehmung von Kollegen, die unter der Arbeitslast sehr leiden, ausreicht, um auch selbst Symptome zu entwickeln. Ein direkter oder engerer Kontakt ist gar nicht nötig. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Michigan State University im Journal "Teaching and Teaching Education".

Die Wissenschaftler hatten die Daten von 171 jungen Lehren im ersten Jahr ihrer Berufstätigkeit und von 289 Lehrern älterer Jahrgänge analysiert. Die älteren Lehrer hatten die Funktion von Mentoren für jüngere Kollegen. Die Forscher interessierte der Burnout von Lehren im Kontext ihrer Erfahrungen als junger Lehrer.


Strukturen in Arbeitsumfeld fördern Burnout

Junge Lehrer wären für ein Burnout-Syndrom besonders anfällig, so die Studienautoren. Die Ergebnisse zeigen, dass Stress aufgrund der hohen Arbeitslast, aber auch einer zu geringen Unterstützung und eingeschränkten Ressourcen entstehen könnte. Ressourcen spielten eine besonders große Rolle, um Burnout zu reduzieren und wäre auch für das Schließen von Lücken bei Schülern bedeutsam. 

Die Arbeit, deren Struktur und das Arbeitsumfeld machen junge Lehrer anfällig für das Burnout-Syndrom, so die Forscher. Hier sollten präventive Maßnahmen ansetzen.

Bei einem Burnout-Syndrom leiden Betroffene unter einer anhaltend tiefen Erschöpfung und Müdigkeit, die körperlicher und geistiger Natur sind. Die Folge ist ein Verlust der Leistungsfähigkeit. Emotional werden Leere und Apathie empfunden, Lebensfreude und Zuversicht sind verlorengegangen. Häufig leiden an Burnout Erkrankte unter Schlafstörungen und Verdauungsstörungen, aber es kann auch zu einer Vielzahl anderer Beschwerden kommen. Viele Betroffene ziehen sich sozial zurück.

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.07.17Zum AnfangZurück

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