Bluttest bei erblicher Lungenerkrankung

Wer zwischen dem 30. und 40 Lebensjahr dauerhaften Husten, Auswurf und Atemnot bei Belastung entwickelt, sollte sein Blut testen lassen. Das könne einen ersten Hinweis auf eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) liefern, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Berlin.

Rauchen sei zwar der größte Risikofaktor für COPD, ein angeborener Proteinmangel könne aber ebenfalls die Erkrankung auslösen. Ist die Konzentration des Eiweißstoffes Alpha-1-Antitrypsin(AATM) im Blutserum zu niedrig, werde elastisches Gewebe im Körper abgebaut. Dies greift laut DGP Lungenbläschen, kleine Bronchialäste und Lungengefäße an. 

Testen lassen sollten sich vor allem Menschen, in deren Familien Fälle von Lungenkrebs oder COPD aufgetreten sind. Prof. Dieter Köhler vom wissenschaftlicher Beirat der DGP empfiehlt COPD-Patienten außerdem, einmal im Leben eine möglichen AATM-Mangel überprüfen zu lassen. Denn neben der Behandlung der Symptome könne das fehlende Protein über wöchentliche Infusionen zugeführt werden. Dadurch breiteten sich Schäden langsamer aus.

Quelle: dpa02.08.12Zum AnfangZurück

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