Biokeramisches Material gegen Parodontitis

Zahnfleischentzündungen, medizinisch Perodontitis oder Parodontitis, sind Ursache von Zahnverlust und schwierig zu behandeln. Silikon-Nitrid ist ein biokeramisches Material, das therapeutisch genutzt werden kann, entdeckten Wissenschaftler. Das Material schädigt den Stoffwechsel und die Erbsubstanz der Bakterien.


Bakterien fressen sich bis zum Knochen vor

Die Peridontitis ist eine chronische entzündliche Erkrankung des Weichteilgewebes, das den Zahn umgibt, und des Knochens. Die Zahnfleischentzündungen führen unbehandelt zur Lockerung von Zähnen und zum Zahnverlust. In den USA sind 15 bis 20 Prozent der 35- bis 44-Jährigen von der Erkrankung betroffen.

Bei Beginn der Erkrankung spielt ein Bakterium eine große Rolle: Porphyromonas gingivalis infiziert das den Zahn umgebende Gewebe und führt zur Entzündung. Die Bakterien greifen auch den Knochen an. Doch kommt es nicht nur zum Verlust von Zähnen, auch das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall steigt an, denn die entzündlichen Veränderungen wirken sich auch auf das Herzkreislaufsystem aus.

Behandlungsoptionen umfassen eine tiefe Reinigung wie Zahnsteinentfernung und Wurzelglättung, um Zahnbeläge zu entfernen. Denn diese beherbergen die entzündungsverursachenden Bakterien. Zusätzlich helfen Antibiotika und chirurgische Behandlungen.


Wirkung des biokeramischen Materials bereits nach sechs Wochen

Porphyromonas gingivalis verendet allerdings, wie andere Bakterien auch, beim Kontakt mit der Oberfläche von Silikon-Nitrid. Das Potential dieser Substanz und die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen der Wirksamkeit untersuchte nun ein Forscherteam aus Japan und den USA. 

Sie fanden heraus, dass nach nur sechs Tagen chemische Reaktionen zur Schädigung der Nukleinsäuren bei den Bakterien führten, sodass deren Stoffwechseltätigkeit deutlich eingeschränkt war. Zudem bildete sich eine Substanz, die die Erbsubstanz der Bakterien schädigte. 

Die Wissenschaftler glauben, mit der Substanz eine neue wirksame Therapie gegen die Perodontitis gefunden zu haben. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.04.16Zum AnfangZurück

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