Beratung bei verschreibungsfreien Arzneien

Kleinere Wehwehchen lassen sich oftmals auch gut selbst mit verschreibungsfreien Medikamenten behandeln. Eine fachkundige Beratung in der Apotheke ist aber trotzdem wichtig, denn der Apotheker berät, welche Medikamente zur Behandlung der Beschwerden geeignet sind, so der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Der Apotheke sollte auch über bereits erfolgte Behandlungen und Begleitmedikamente informiert werden, sodass er das passende Medikament empfehlen kann.

 

 

Beratung aus der Apotheke

 

Oftmals empfiehlt es sich bei Erkrankungen wie Erkältungen oder Magen-Darm-Infekten, sich in der Apotheke beraten zu lassen bevor man selbst zu Medikamenten greift, so die Expertin für Selbstmedikation vom BPI. Kennt der Apotheker die Beschwerden und weiß, ob schon andere Präparate etwa zur Fiebersenkung oder Schmerzstillung eingenommen werden, kann er gezielt Wirkstoffe heraussuchen. Wichtig ist, dass die Dosierung etwa von Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS) auch die Richtige ist und Überdosierungen vermieden werden. Auch auf eine falsche Kombination von Arzneimitteln hat er ein Augenmerk.

 

 

Nicht alle Medikamente eignen sich für jeden

 

Auch verschreibungsfreie Arzneien sind Medikamente mit einem Nutzen-Risiko-Profil, das beachtet werden sollte. Es sind Neben- und Wechselwirkungen möglich, wenn auch die Arzneimittel gut überprüft sind und für die langjährige Erfahrungen bestehen. Zu bedenken ist, dass nicht alle verschreibungsfreien Medikamente für jeden gleichermaßen geeignet sind. Erhält etwa ein Patient bereits aufgrund einer Thrombose einen Blutgerinnungshemmer, ist ASS als Schmerzmittel zum Beispiel völlig ungeeignet, das es das Blut verdünnt. ASS ist aber nicht nur als alleinige Substanz, sondern auch in einer Vielzahl von Schmerzmitteln enthalten, die Mischpräparate sind und aus mehreren Wirkstoffen bestehen. Es kann gefährlich sein, Medikamente einfach wie im Supermarkt einzupacken und diese dann ohne Beratung einzunehmen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.08.15Zum AnfangZurück

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