Behandlungskosten werden nur bei anerkannter Therapie übernommen

Berlin (dpa/tmn) - Patienten können auf Behandlungskosten sitzen bleiben, wenn eine neue Therapie nicht vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) empfohlen wird. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im Deutschen Anwaltsverein hin. Sie beruft sich auf ein Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg. Dieses entschied, dass Qualität und Wirksamkeit einer Behandlung dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechen müsse (Az.: L 11 KR 2307/07). Das sei bei neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden dann der Fall, wenn der GBA den diagnostischen und therapeutischen Nutzen einer Therapie anerkenne.

In dem Fall ließ sich ein Patient nach einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus mit einer Immuntherapie gegen das chronische Erschöpfungssyndrom behandeln. Die Kosten von 73 000 Euro wollte er erstattet bekommen. Die Richter lehnten das ab, da die Therapie nicht vom GBA anerkannt worden sei und die Wirksamkeit nicht bewiesen sei.

Quelle: dpa12.12.11Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: