Autismus mit Magendarmproblemen verbunden

Mütter von kleinen Kindern mit Autismus berichten oftmals, dass die Kinder unter Magendarmsymptomen leiden. Tatsächlich kommen Verstopfung, Durchfall und Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei ihnen häufiger vor, so das Ergebnis einer im amerikanischen Ärzteblatt veröffentlichten Untersuchung.

 

 

Magendarmprobleme bei Babys und kleinen Kindern mit Autismus häufiger

 

Demnach litten autistische Babys und Kleinkinder häufiger und anhaltender unter Magendarmstörungen als Kinder ohne Autismus. Die Forscher verglichen die Daten autistischer Babys und Kleinkinder mit denen von Kindern mit normaler Entwicklung und verzögerter Entwicklung in einer Gruppe von 41.000 Kindern. Die Beobachtungszeit ersteckte sich zwischen einem Alter von sechs Monaten bis zu 36 Monaten.

 

Den Ergebnissen zufolge wiesen autistische Kinder im Alter von sechs bis 18 Monaten häufiger Verstopfung und Nahrungsmittelallergien oder -intoleranzen auf. 18- bis 36 jährige Kinder hatten zusätzliche häufiger Durchfälle. Darüber hinaus waren die Magendarmbeschwerden anhaltender als bei Kindern ohne autistische Erkrankung.

 

 

Verdauungsprobleme können Verhaltensprobleme nach sich ziehen

 

Der Zusammenhang zwischen den Magendarmstörungen und Autismus ist unklar. Wichtig ist laut Studienautoren, begleitende Magendarmprobleme bei betroffenen Kinder aber zu erfragen und zu behandeln. Dies sei im Hinblick auf das Wohlbefinden und die Reduzierung schwierigen Verhaltens betroffener Kinder bedeutsam.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.04.15Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: