Auswärts essen als Bluthochdruckrisiko

Viele Menschen kochen nicht und essen lieber auswärts. Doch das ist oftmals nicht nur ungesünder, sondern kann auch den Blutdruck negativ beeinflussen, zeigen Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung an jungen asiatischen Erwachsenen. Eine Veränderung der Essgewohnheiten könnte sich besonders für junge Männer lohnen.

 

 

Essen auswärts ist bequem, aber ungesund

 

Bluthochdruck (Hypertonie) ist ein Hauptrisikofaktor für Herzkreislauferkrankungen wie die koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt. Bei einem zu hohen Blutdruck werden Gefäße und Herz andauernd überfordert, was zu Gefäß-, Herz-, Nieren,- und Hirnschäden führen kann. Etwa 44 Prozent der deutschen Bevölkerung sind betroffen. Oftmals bleibt der hohe Druck unbemerkt und besonders junge Menschen rechnen nicht damit, dass ihre Blutdruckwerte zu hoch sind.

 

Frühere Studien hatten bereits ergeben, dass gewohnheitsmäßiges Essen von Mahlzeiten außerhalb des Zuhauses mit einer erhöhten Kalorien-, Fett-, und Salzaufnahme verbunden ist, was mit einem erhöhten Blutdruck in Zusammenhang steht. Ob auswärts zu essen tatsächlich mit einem höheren Blutdruck verbunden ist, untersuchten Forscher aus Singapur an 500 Studenten zwischen 18 und 40 Jahren. Sie sammelten Informationen zu Blutdruck, Gewicht, Lebensstil, körperlicher Aktivität und den Essgewohnheiten.

 

 

Forscher empfehlen, Gewohnheit zu verändern

 

Erhöhte Blutdruckwerte, die in einen Bluthochdruck münden können, und eine manifeste Bluthochdruckerkrankung waren mit der Gewohnheit verbunden, Mahlzeiten auswärts einzunehmen. Die von einem hohen Blutdruck Betroffenen aßen häufiger auswärts, hatten ein höheres Gewicht, waren weniger körperlich aktiv und häufiger Raucher.

 

Schon die regelmäßige Einnahme von nur einer Mahlzeit pro Woche außerhalb der eigenen vier Wände war mit einem sechsprozentigen Anstieg des Risikos für Bluthochdruck verbunden. Die Forscher empfehlen im "American Journal of Hypertension" jungen Menschen und speziell jungen Männern, diese Angewohnheit zu verändern. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.04.15Zum AnfangZurück

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