Ausgeschlafene Kinder haben weniger ADHS-Symptome

Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) könnten von einem besseren Nachtschlaf profitieren, so US-Wissenschaftler. Für betroffene Kinder und Eltern lohnt es demnach, Schlafstörungen auf den Grund zu gehen und Maßnahmen zu ergreifen, den Schlaf zu verbessern.

 

 

 Schlafprobleme verstärken ADHS-Symptome

 

Kinder mit (ADHS) weisen häufig Schlafprobleme auf, so Kinderärzte aus Victoria. Sie zeigen, dass zwischen schlechtem Schlaf und ADHS-Symptomen Zusammenhänge existieren. So treten bei schlechtem Nachtschlaf vermehrt Symptome zutage, die Kinder fehlen in der Schule häufiger und die Lebensqualität ist beeinträchtigt. Auswirkungen hat das auch auf die Eltern, die häufiger Fehltage bei der Arbeit aufweisen und deren Lebensqualität ebenfalls leidet.

 

Die Studie der Wissenschaftler zielte nun darauf an, den Schlaf von Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren mit ADHS und Schlafproblemen zu verbessern. Nach Analyse der Schlafprobleme erhielten betroffene Kinder ein sogenanntes Schlafmanagementprogramm mit Maßnahmen, die das Einschlafen und den Schlaf verbessern sollen. Dies können bestimmte Tätigkeiten sein, die vor dem Schlaf durchgeführt werden, beispielsweise regelmäßige Einschlafzeiten und Einschlafrituale, kein Fernseher und keine elektronischen Geräte im Schlafzimmer des Kindes.

 

 

Schlafhygiene verbessert Symptome

 

Nach jeweils drei und sechs Monaten konnten die Forscher bei den Kindern leicht verbesserte ADHS-Symptome nachweisen. Dies betraf besonders die Aufmerksamkeit. Auch die Schlafprobleme waren verbessert. Befragte Lehrer in der Schule gaben ein verbessertes Verhalten an.

 

Für Eltern lohnt es sich demnach, den Schlaf ihrer Kinder genauer unter die Lupe zu nehmen, ganz besonders, wenn die Kinder unter ADHS leiden. Hilfreich sind Maßnahmen, die die Schlafhygiene verbessern. Brauchen Eltern dabei Unterstützung, sollten sie sich beim behandelnden Arzt beraten lassen. Die Studie wurde im "Britisch Medical Journal" veröffentlicht.

 

 

Quelle: Dr. Julia Hofmann04.03.15Zum AnfangZurück

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