Asthmapatienten für Gürtelrose gefährdet

Wer unter Asthma leidet, trägt auch ein höheres Risiko, irgendwann einmal an einer Gürtelrose zu erkranken. Meist tritt die Viruserkrankung ab einem Alter von 50 Jahren auf, doch können auch jüngere Menschen und sogar Kinder darunter leiden. Neben Asthma sind offenbar auch Neurodermitispatienten gefährdeter, die Viruserkrankung zu bekommen. Fehlfunktionen des Immunsystems sind vermutlich die Ursache.

 

 

Gürtelrose: Virus verursacht auch Windpocken

 

Die schmerzhafte Erfahrung einer Gürtelrose machen viele Menschen irgendwann einmal in ihrem Leben, meist jedoch erst in späteren Lebensjahren. Ursache ist das Varizella-Zoster-Virus, das meist in der Kindheit bereits die Windpocken auslöst. Diese Viren "schlafen" nach einer Windpockeninfektion in den Nervenenden und können lebenslang inaktiv bleiben, jedoch ist auch eine Reaktivierung möglich, sodass es zur Gürtelrose kommt. Diese widerfährt den meisten Menschen nur einmal, jedoch kann es auch zu einer mehrmaligen Erkrankung kommen.

 

Bereits im Jahr 2013 berichteten Wissenschaftler der Mayo Clinic in Rochester über einen Zusammenhang zwischen Asthma in der Kindheit und einer späteren Gürtelroseerkrankung. Jetzt untersuchten die Forscher die Daten von Menschen, die älter als 50 Jahre alt waren und verglichen die Häufigkeit von Asthma bei 371 Fällen von Patienten mit Gürtelrose mit 742 Personen, die bislang nicht an einer Gürtelrose erkrankt waren.

 

 

Höheres Gürtelroserisiko auch bei Neurodermitis

 

Das durchschnittliche Alter bei Auftreten der Gürtelrose betrug 67 Jahre. Statistische Analysen zeigten, dass Erwachsene mit Asthma ein um 70 Prozent erhöhtes Risiko für die Gürtelrose tragen. Auch zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Neurodermitis (Atopisches Ekzem) und einem erhöhten Gürtelroserisiko.

 

Vermutlich liegt den verschiedenen Erkrankungen eine gestörte Immunfunktion zugrunde, was den Zusammenhang erklären kann. Für Patienten mit Asthma und Neurodermitis könnte sich eventuell eine Impfung als nützlich erweisen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann07.01.16Zum AnfangZurück

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