Aspirin stoppt Brustkrebswachstum

Das als Schmerzmittel bekannte Aspirin wird in niedriger Dosierung auch zur Blutverdünnung eingesetzt. Das Mittel kann aber offenbar auch das Brustkrebswachstum eindämmen, fanden Forscher heraus. Vor Eigentherapien ist aber zu warnen.

 

 

Nach Krebsbehandlung droht Wiederaufflackern der Krankheit

 

Im Labor fanden Krebsforscher aus Kansas heraus, dass geringe tägliche Dosen von Aspirin das Wachstum von Brustkrebstumoren blockieren. In anderen Studien hatten sich bereits ähnliche Ergebnisse bei Magen- und Darmtumoren, Krebs der Vorsteherdrüse (Prostatakrebs) und weiteren Krebserkrankungen gezeigt.

 

Bei Krebserkrankungen besteht oftmals das Problem, dass eine zunächst erfolgreiche Therapie nicht alle Krebszellen abtötet. Meist erhalten Patienten eine Chemotherapie. Schlafende Krebszellen können nach Jahren aktiv werden und sich vermehren. Meist ist die erneute Erkrankung dann schwerer zu behandeln als die vorherige.

 

In Zelltests mit Brustkrebszellen führte Aspirin die Krebszellen vermehrt in den Zelltod, überlebende Zellen konnten nicht mehr wachsen. In einer zweiten Untersuchung testeten die Forscher Aspirin an Mäusen mit aggressivem Krebs. Dabei erhielten die Tiere 15 Tage lang geringe Mengen des Medikaments, die einer Gabe von 75 mg beim Menschen entsprechen würde. Tiere mit Aspirinbehandlung wiesen wesentlich kleinere Tumore auf als jene ohne diese Therapie.

 

 

Aspirin nach der Chemotherapie?

 

Zudem zeigten die Forscher, dass Aspirin vor Brustkrebs bewahren kann, weil es die noch im Körper verbliebenen Krebszellen am Wachstum hemmt. Sie können nicht wachsen und sich nicht reproduzieren, so die Wissenschaftler. Demnach könnte Aspirin nach einer Chemotherapie hilfreich sein, um einen Rückfall in kürzerer Zeit zu verhindern. Weiter fortgeführte Therapien mit Aspirin könnten einem späteren Rückfall verhindern.

 

Vor Selbstbehandlungen ist aber zu warnen. Niedrig dosiertes Aspirin hemmt die Blutgerinnung und kann zu Nebenwirkungen an Magen und Darm führen wie Magen- und Darmgeschwüre und Darmblutungen. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann25.06.15Zum AnfangZurück

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