Arteriosklerose: Alzheimer der Gefäße

Die Arteriosklerose beschreibt eine Verengung arterieller Blutgefäße durch die Bildung von Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden. Der Prozess ist mit den Ablagerungen im Gehirn Alzheimerkranker vergleichbar, so US-Wissenschaftler.

 

 

Arteriosklerose: Ablagerungen wie bei Morbus Alzheimer und Parkinson

 

Die Ablagerungen an den Innenwänden arterieller Blutgefäße bei Arteriosklerose führen zu einer Verengung der blutzuführenden Gefäße, sodass es zu Durchblutungsstörungen kommt. In der Folge entstehen eine Vielzahl von Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch Durchblutungsstörungen in den Beinen (periphere arterielle Verschlusskrankheit) und anderen Körperbereichen und Organen. Im Rahmen des Krankheitsprozesses spielen entzündliche Prozesse und Abwehrmechanismen eine Rolle. Bei den Ablagerungen sprechen Mediziner auch von Plaques.

 

Die genauen Mechanismen der Plaquebildung und des Krankheitsprozesses untersuchten nun US-Forscher der University of Washington. Sie imitierten die Arteriosklerose, indem sie Zellen verschiedenen Fetten aussetzten, von denen bekannt ist, dass sie zu der Erkrankung führen.

 

Sie konnten die genauen Stoffwechselprozesse nachweisen, die zum Aufbau von Plaque in den Gefäßen führen und beschreiben diese in der Fachzeitschrift "Science Signaling". Vergleiche lassen sich demnach zu Erkrankungen wie Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson ziehen. Auch bei diesen Erkrankungen spielen Ablagerungen von Eiweißstoffen in Plaques eine entscheidende Rolle.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.01.16Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: