Alzheimer mit Geruchstest entdeckt

Ein einfacher Geruchstest kann helfen, einen frühen geistigen Abbau zu erkennen und so Frühstadien der Alzheimererkrankung nachzuweisen. In dem Test von US-Forschern geht es darum, bestimmte Gerüche zu identifizieren. Dies ist bei beginnender Alzheimerkrankheit nur eingeschränkt möglich.


Geruchsstörungen sind Frühsymptom bei Alzheimer

Menschen, die eine Alzheimerdemenz entwickeln, haben oftmals bereits früh Schwierigkeiten mit dem Geruchssinn. Das Symptom gilt als ein Frühsymptom der Krankheit. Ein sogenannter Geruchsidentifikationstest könnte demnach früh auf die Alzheimerkrankheit hinweisen, so US-Forscher. Dies sei eine praktische und günstige Alternative zu anderen Tests, heißt es in einer Mitteilung des Columbia University Medical Center.

Sie untersuchten den Test in einer Studie an 397 Erwachsenen in einem durchschnittlichen Alter von 80 Jahren, die noch keine Demenz hatten. Zusätzlich fertigten sie Magnetresonanzuntersuchungen an, um die Dicke der Gehirnrinde eines bestimmten Hirnareals zu messen, das bei der Alzheimererkrankung verändert ist. 

Vier Jahre später hatten 58 Patienten eine Demenz entwickelt. 20 Prozent zeigten Anzeichen des geistigen Abbaus. Es zeigte sich, dass geringe Werte im Riechtest mit einer Demenz verbunden waren, nicht jedoch die Dicke der Hirnrinde im untersuchten Bereich. 


Gestörter Geruch als zuverlässiger Hinweis

Die Ergebnisse im Riechtest sagten auch einen geistigen Abbau vorher, aber die Dicke der Hirnrinde nicht, obwohl die Hirnrindendicke mit Riechtestresultaten bei jenen, die eine Demenz entwickelten, statistisch signifikant miteinander assoziiert waren. 

Der Studie zufolge können Einschränkungen des Riechens zuverlässig auf die Entwicklung einer Demenz hinweisen. Eine einfache Früherkennung einer Demenz käme Patienten zugute, denn es ließe sich mit unterschiedlichen Maßnahmen gegensteuern.

Seit einigen Jahren sind immer wieder verschiedene Studien zu dem Schluss gekommen, dass ein Geruchstest die Diagnose einer frühen Alzheimerdemenz erleichtern könnte.

Quelle: Dr. Julia Hofmann08.08.16Zum AnfangZurück

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