Alzheimer: besserer Nachweis möglich

Die Alzheimerdemenz kann je nach Alter des Ausbruchs zu unterschiedlichen Symptomen führen. Symptome und Hirnveränderungen gehen miteinander einher und sind nachweisbar, zeigen schwedische Forscher.


Alzheimerdiagnose ist oftmals schwer zu stellen

Schwedische Wissenschaftler entdecken eine neue Möglichkeit der Untersuchung der Alzheimererkrankung in Abhängigkeit vom Alter des Auftretens der Symptome und der Hirnveränderungen, die damit verbunden sind. Die Alzheimerdemenz kann in unterschiedlichem Alter auftreten. Menschen unter 65 Jahren, die erkranken, leiden meist früh unter Störungen der räumlichen Wahrnehmung und Orientierung, während Ältere eher die traditionellen Symptome der Gedächtnisstörung aufweisen.

Michael Schöll und Mitarbeiter der Lund Universität und Universität Göteborg entdeckten jetzt eine Möglichkeit, die verschiedenen Gruppen von Alzheimerpatienten zu unterscheiden, was der krankheitsgerechten Entwicklung von Medikamenten und der Behandlung zugute kommen könnte. Zudem ließe sich die Diagnostik verbessern. Gerade bei jüngeren Patienten ist die Diagnose oftmals schwierig.


Proteinveränderungen gehen mit Symptomen einher

Die Forscher hatten 60 schwedische Alzheimerpatienten genauer unter die Lupe genommen und mit 30 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Nimmt die Alzheimererkrankung ihren Lauf, zeigen sich Veränderungen des Tau-Proteins im Gehirn, das verklumpt und die Nervenübertragung stört. Dies lässt sich mit bildgebenden Untersuchungen nachweisen.

Mit der Positronenemissionstomographie (PRT) lassen sich die Proteinveränderungen erkennen. Gefundene Veränderungen in bestimmten Hirnbereichen korrespondieren nach den Studienergebnissen mit Symptomen der Alzheimerdemenz in früheren oder späteren Lebensjahren. Dies dient dem Nachweis auch früher Demenzformen. 

Die Forscher sind davon überzeugt, dass ihre Nachweismethode innerhalb weniger Jahre in die klinische Praxis Eingang findet. Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift "Brain".

Quelle: Dr. Julia Hofmann14.09.17Zum AnfangZurück

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