Alkohokonsum hält Ältere gesund

Für ältere Menschen, die auf ihr Gläschen Wein nicht verzichten möchten, gibt es eine gute Nachricht: Wer im Alter regelmäßig moderat Alkohol genießt, wird weniger schnell gebrechlich und entwickelt weniger wahrscheinlich mit dem Alter vebundene Krankheiten, etwa an Herz und Kreislauf.


Senioren: Moderater Alkoholkonsum – weniger entzündliche Aktivität

Moderater Alkoholkonsum ist mit geringeren entzündlichen Veränderungen verbunden, was sich im Blut mit dem Entzündungsmarker C-Reaktives Protein messen lässt. Das ergab eine aktuelle Studie im Fachmagazin "Age and Ageing" zur Wirkung des Alkoholkonsums älterer Menschen. In früheren Studien dagegen war man zur Annahme gelangt, dass Senioren zu einer Zunahme der entzündlichen Aktivität neigen.

Wissenschaftler aus Florida belegten in ihrer Studie den Zusammenhang bei über 3.200 Senioren über 65 Jahren. Die Studienteilnehmer hatten an der "Health and Retirement Study" teilgenommen. Eine geringere Neigung zu Entzündungen im Alter durch mäßigen Alkoholgenuss lässt sich laut Studienautoren in einen direkten gesundheitlichen Nutzen übersetzen. 

So habe eine Untersuchung der Harvard Medical School in Boston ergeben, dass der mäßge Alkoholgenuss Älterer mit einer besseren Herzkreislaufgesundheit verbunden ist. Der Studie lagen die Daten von mehr als 26.000 Erwachsenen der "Woman Health Study" zugrunde. Demnach hatten Menschen, die täglich ein Glas Wein oder eine kleine Flasche Bier tranken, gegenüber Abstinenzlern oder schweren Trinkern ein deutlich geringeres Risiko für Herzkreislaufkrankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.


Forscher wollen Zusammenhänge besser verstehen

Überdies ließ sich in der Studie gegenüber nicht oder nur gelegentlich Alkohol trinkenden Menschen eine 21-prozentige Senkung von Markern nachweisen, die auf eine entzündliche Aktivität hindeuten. 

Die Wissenschaftler möchten Senioren aber nicht zum Alkoholkonsum anhalten und können auch keine Empfehlungen aussprechen. Weitere Studien wären nötig, um den Zusammenhang besser zu verstehen. Insbesondere Langzeitstudien könnten zur Aufklärung beitragen.  

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.09.16Zum AnfangZurück

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