10 Warnzeichen für Alzheimerkrankheit

Die Alzheimerkrankheit macht sich besonders zu Beginn erst mit Symptomen bemerkbar, die nicht jedem gleich auffallen und sich auch nicht so leicht einordnen lassen. Es gibt aber Warnzeichen, die man nicht ignorieren sollte. Die kanadische Alzheimer Society listet zehn Warnzeichen:

 

1. Erinnerungsverlust, der die tägliche Funktion beeinflusst: Gelegentlich vergessen alle einmal Dinge wie Namen von Personen. Später werden sie dann wieder erinnert. Alzheimerpatienten vergessen aber öfter Dinge und erinnern sich auch nicht. Besonders betrifft das Ereignisse der jüngsten Vergangenheit.

 

2. Schwierigkeiten, einfache Aufgaben zu erledigen: Aufgaben, die vielleicht jahre- und jahrzehntelang ausgeführt wurden, sind immer schwerer erfüllbar. Das betrifft Arbeiten wie das Zubereiten einer Mahlzeit.

 

3. Probleme mit der Sprache: Jedem fehlt einmal das richtige Wort. Bei Alzheimerpatienten kommt das häufiger vor, denn einfache Wörter werden vergessen und dann unter Umständen durch andere ersetzt. Das macht das Verstehen der Aussagen oft schwierig.

 

4. Desorientierung zu Zeit und Ort: Den Wochentag oder das Datum kann jeder einmal vergessen. Meist fällt das dann aber rasch wieder ein. Nicht so bei Alzheimerpatienten. Sie gehen auch in der eigenen Straße verloren und wissen nicht, wie sie an einen Ort kamen oder wie sie nach Hause kommen.

 

5. Schlechtes oder herabgesetztes Urteilsvermögen: Möglicherweise kleidet sich ein Alzheimerpatient winterlich, obwohl die Außentemperatur warm ist und vielleicht sogar Sommer ist.

 

6. Probleme mit abstraktem Denken: Scheckbücher führen, Ein- und Ausgaben bilanzieren und ähnliche Tätigkeiten sind bei der Alzheimerkrankheit schwierig, denn es fehlt das Verständnis für die Bedeutung der Zahlen.

 

7. Verlegen von Gegenständen: Jeder verlegt einmal etwas und sucht es dann vielleicht eine ganze Zeit lang. Alzheimerkranke aber bringen Gegenstände an unangemessene Orte wie etwa den Schlüssel in das Gefrierfach, die Armbanduhr in die Zuckerdose u.a.

 

8. Stimmungs- und Verhaltensveränderungen: Entsprechend der Situation zeigen gesunde Menschen meist angemessene Reaktionen. Alzheimerpatienten können einen raschen Emotionswechsel zeigen. Erst vielleicht ruhig und in sich gekehrt, weinen sie in der nächsten Minute oder werden wütend.

 

9. Persönlichkeitsveränderung: Betroffene von Alzheimer können verwirrt, argwöhnisch oder verschlossen sein. Apathie, Furchtsamkeit oder untypisches Verhalten fallen auf.

 

10. Verlust von Initiative: Zeitweise leiden auch Menschen ohne Alzheimerkrankheit unter einem Verlust von Interessen und Aktivitäten. Bei der Alzheimerkrankheit werden Patienten aber zunehmend passiv, müssen darauf hingewiesen und angehalten werden, sich zu beteiligen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann23.01.15Zum AnfangZurück

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