Kinder: Frühstück für gesunde Ernährung

Kinder, die nicht frühstücken, sind mit wichtigen Nährstoffen schlechter versorgt als Kinder, die auf die erste Mahlzeit am Tag nicht verzichten. Das zeigt eine britische Untersuchung.
 

Nährstoffmangel durch fehlendes Frühstück

Kinder nehmen nicht genug von den für die Entwicklung und das Wachstum so wichtigen Schlüsselnährstoffen zu sich, wenn sie ihr Frühstück regelmäßig ausfallen lassen, so Wissenschaftler des King's College London. Sie fanden heraus, dass das Nährstoffprofil von Kindern mit Frühstück wesentlich besser ist und den allgemeinen Empfehlungen am nächsten kommt. Wenn auch die Studie nicht beweisführend ist, zeigen die Ergebnisse, dass frühstückende Kinder täglich mehr Folsäure, Eisen, Kalzium und Jod zu sich nahmen als Kinder, die morgens nichts aßen. Folsäure ist zum Beispiel für die Entwicklung genetischen Materials bedeutsam, Jod für die Schilddrüsenfunktion.

Die Wissenschaftler hatten die Esstagebücher von über 800 Kindern zwischen vier und zehn Jahren und mehr als 880 Kindern zwischen elf und 18 Jahren untersucht. Die Kinder hatten zwischen 2008 und 2012 an einer nationalen Beobachtung zur Ernährung teilgenommen. Der Nährstoffgehalt der Mahlzeiten wurde anhand einer Datenbank ermittelt. Als Frühstück galt eine Nahrungszufuhr von mindestens 100 Kalorien zwischen sechs und neun Uhr morgens.


Über ein Viertel der älteren Kinder frühstücken nicht

Den Ergebnissen zufolge deckten über 31 Prozent der Kinder ohne Frühstück nicht ihren Mindestbedarf an Eisen, während dies nur 4,4 Prozent der frühstückenden Kinder betraf. 10 Prozent der Kinder ohne Frühstück deckten nicht den minimalen Kalziumbedarf ab, über 21 Prozent nahmen nicht genug Jod auf und gut sieben Prozent kamen nicht auf ausreichende Folsäuremengen.

Die Forscher konnten an meist nicht frühstückenden Kindern zeigen, dass sie diese wichtigen Nährstoffe vermehrt aufnahmen, wenn sie doch einmal frühstückten.

Insgesamt frühstücken 6,4 Prozent der Kinder zwischen vier und zehn Jahren nicht. Bei älteren Kindern waren es sogar 27 Prozent. Mehr Mädchen als Jungen vernachlässigten das Frühstück und in den Familien zeigte sich ein Zusammenhang mit dem Haushaltseinkommen. 

Die Untersuchung macht deutlich, wie wichtig es ist, dass Kinder regelmäßig frühstücken. Die Studie erschien im "British Journal of Nutrition".

Quelle: Dr. Julia Hofmann06.09.17Zum AnfangZurück

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