Kakao schützt vor Diabetes

Ausgerechnet Schokolade könnte davor bewahren, Diabetes zu entwickeln. Kakao schützt offenbar die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das für den Zuckerstoffwechsel so wichtige Hormon Insulin produzieren.


Diabetes mellitus: Zuckerstoffwechselstörung ist weltweit verbreitet

Etwa 29 Millionen Amerikaner leiden unter der Zuckerstoffwechselstörung Diabetes mellitus, der Großteil unter Diabetes mellitus Typ 2. Bis zum Jahr 2035 ist nach Schätzungen mit einem globalen Anstieg von Erkrankungen bei 592 Millionen Menschen zu rechnen. Auch in Deutschland sind aktuell möglicherweise bis zu zehn Millionen Menschen betroffen und die Erkrankungszahlen steigen.

Viele Diabetespatienten wissen nichts von ihrer Erkrankung, andere leiden an einer Vorstufe der Zuckerstoffwechselstörung, ohne davon etwas zu ahnen. Ohne Behandlung, die zunächst aus einer Ernährungsumstellung und Bewegung besteht, entwickelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit oftmals innerhalb weniger Jahre eine manifeste Diabeteserkrankung.

Diabetes ist eine Erkrankung, der sich vorbeugen lässt. Der Lebensstil, die Ernährung und die Bewegung spielen eine entscheidende Rolle. Bei der Entwicklung der Stoffwechselstörung kommt dem Hormon Insulin eine tragende Rolle zu. Insulin wird in bestimmten Zellen der Bauchspeicheldrüse (Betazellen) gebildet. Insulin ist für die Kontrolle und Regulierung des Blutzuckers verantwortlich und stellt sicher, dass der Zucker im Blut nicht zu hoch oder zu niedrig ist. Ein hoher Blutzucker schädigt Blutgefäße und Organe, bei einem zu niedrigen Blutzucker ist das Aufrechterhalten der Körperfunktionen nicht möglich.


Substanz aus Kakao schützt insulinproduzierende Zellen

Menschen mit Diabetes Typ 2 reagieren auf Insulin nicht mehr empfindlich. Deshalb produziert ihre Bauchspeicheldrüse mehr Insulin, um den Blutzucker zu regulieren. Mit der Zeit nehmen aber die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse ab und die Schwere der Diabeteserkrankung zu. 

Im Tierversuch fanden US-Forscher jetzt heraus, dass eine Komponente im Kakao den Stoffwechsel verbessert. Das Flavonoid Catechin schützt ihrer Untersuchung zufolge die insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Der Stoff ließe sich Nahrungsmitteln beisetzen oder in Nahrungsergänzungsmitteln verabreichen und könnte helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, vor Diabetes zu schützen oder die Erkrankung hinauszuzögern.

Die Studie wurde im "The Journal of Nutritional Biochemistry" veröffentlicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann13.09.17Zum AnfangZurück

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