Frauen: Hitzewallungen und Depressionen

Hitzewallungen kommen in und nach den Wechsjahren bei Frauen häufig vor. Offenbar gibt es einen Zusammenhang mit Depressionen. Darauf weist eine aktuelle Studie hin. Daneben nennen Wissenschafter aber noch weitere Risikofaktoren für Depressionen in höherem Alter.


Forscher untersuchen Risikofaktoren für Depressionen

Das Risiko, eine Depression zu entwickeln, steigt mit dem Alter – besonders bei Frauen. 15 Prozent der US-Frauen über 65 Jahre leiden an einer Depression. Experten rechnen in Zukunft mit einer Verdopplung der Zahlen. Eine in der Fachzeitschrift "Menopause" veröffentlichte Studie deutet jetzt auf einen Zusammenhang zwischen Hitzewallungen und der Entwicklung von Depressionen hin.

Auch frühere Studien fanden eine Verbindung zwischen Hitzewallungen und Depressionen. In der neuen Studie untersuchten Forscher aber genauer die Auswirkungen von Hitzewallungen und anderen unabhängigen Risikofaktoren auf Depressionen von Frauen ab 65 Jahren. Dafür wurden die Daten von 1.500 Australierinnen zwischen 65 und 79 Jahren analysiert.


Anhaltende Hitzewallungen und andere Risikofaktoren für Depressionen

Demnach ist eine ganze Anzahl von Risikofaktoren mit der Entwicklung von mittelschweren bis schweren Depressionen im Alter verknüpft. Auch anhaltende Hitzewallungen gehören den Studienergebnissen zufolge zu den Risikofaktoren. Andere Faktoren waren das Leben in unsicheren finanziellen Verhältnissen, Rauchen, eine Dysfunktion des Beckenbodens und vaginale Trockenheit beim Geschlechtsverkehr. Frauen mit Partner und berufsstätige Frauen waren seltener von Depressionen betroffen. 

Grundsätzlich weisen Frauen ein doppelt so hohes Risiko für Depressionen auf wie Männer. Das hat wahrscheinlich unterschiedliche Ursachen. Forscher vermuten unter anderem, dass sich Depressionen von Männern oft anders äußern und seltener diagnostiziert und behandelt werden. 

"Ältere Frauen sollten hinsichtlich des Auftretens von Depressionen untersucht werden", so die Forscher. Dies gelte besonders, wenn Frauen Probleme zuhause hätten oder Betreuungsaufgaben erfüllten, unter Scheidentrockenheit und Beckenbodenbeschwerden litten.

Quelle: Dr. Julia Hofmann07.07.17Zum AnfangZurück

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