Kosmetische OP verhilft zum Rauchstopp

Wer sich einer kosmetischen Operation unterziehen möchte, hört eher mit dem Rauchen auf. Der Zusammenhang: Vor und nach Operationen empfehlen Ärzte den Rauchstopp, um Komplikationen und Heilungsprobleme zu vermeiden. Das motiviert offenbar, auch nach der OP nicht wieder mit dem Rauchen zu beginnen.


Nicht rauchen vor und nach der Schönheitsoperation

Wer Raucher ist und sich einer kosmetischen Operation unterziehen möchte, dem wird empfohlen, bereits mindestens zwei Wochen im Vorfeld des Eingriffs und auch danach nicht zu rauchen. Eine Langzeitstudie ergab, dass das vielen Menschen hilft, dauerhaft nicht mehr zu rauchen. Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift "Plastic and Reconstructive Surgery" veröffentlicht.

Die Beobachtung von 85 Personen in einem durchschnittlichen Alter von 40 Jahren, die sich einer kosmetischen Operation unterzogen, zeigt, dass kosmetische Eingriffe eine große Motivation dastellen können, dem Rauchen zu entsagen. Der Großteil der Studienteilnehmer waren Frauen, die eine Bauchstraffung, ein Brustlifting oder Facelifting erhielten. 42 Frauen rauchten täglich.

Die Anweisung der Ärzte, vor dem Eingriff und danach nicht zu rauchen, zeigte bei vielen Operierten Wirkung. 40 Prozent der Frauen gaben an, nicht mehr täglich zu rauchen. Fast ein Viertel rauchte nach der Operation überhaupt nicht mehr.


Weniger Komplikationen nach dem Rauchstopp

Die meisten Frauen hatten ihren Zigarettenkonsum reduziert. 70 Prozent unterstützten die Aussage, dass der plastische Chirurg ihre Fähigkeit beeinflusste, das Rauchen einzuschränken.

Immerhin die Hälfte der Operierten hielt sich aber nicht strikt an die Anweisung, vor der Operation nicht zu rauchen. Ein Viertel rauchte bis zum Tag der Operation. 

Es zeigte sich, dass Raucher mit 24 Prozent häufiger mit Komplikationen zu kämpfen hatten als Nichtraucher (14 Prozent). Zweimal kam es zu schweren Wundheilungsstörungen, in beiden Fällen handelte es sich um Raucher. Kosmetische Operationen motivieren eher zum Rauchstopp als Gesundheitsargumente, so die Forscher. Das Gespräch zwischen plastischem Chirurg und Patient lasse sich nutzen, um Patienten zu helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Damit ließen sich zudem viele Komplikationen vermeiden.

Quelle: Dr. Julia Hofmann13.09.17Zum AnfangZurück

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