Wer das Leben genießt, lebt länger

Wer ein glückliches, gesundes und langes Leben wünscht, braucht keine Pillen und Arzneien: Dem Geheimnis eines langen Lebens waren britische Forscher auf der Spur. Demnach reicht es aus, das Leben einfach zu genießen und über weite Strecken des Lebens zufrieden zu sein. Ein paar Faktoren beeinflussen die Lebenszufriedenheit allerdings schon.


Langzeitstudie erfasst Lebenszufriedenheit

Menschen, die viele Momente des Glück genießen und mit ihrem Leben zufrieden sind, können auf ein langes Leben hoffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im "British Medical Journal".  Bereits im Vorfeld der Untersuchung hatten Wissenschaftler des University College London das subjektive Wohlbefinden von Menschen untersucht und waren zu vielversprechenden Ergebnissen gekommen.  Allerdings hatten sie nur die Wirkung eines kurzen Glücksmoments untersucht.

Jetzt wollten die Forscher wissen, ob anhaltendes Wohlbefinden über Jahre die Länge des Lebens noch deutlicher beeinflussen kann. Dazu analysierten sie Daten von mehr als 9.300 Frauen und Männern im durchschnittlichen Alter von 63 Jahren, die an der "English Longitudinal Study of Ageing" teilgenommen hatten.  An dieser Untersuchung nehmen britische Frauen und Männer ab 50 Jahren teil. Ob die Teilnehmer das Leben genießen, wurde zwischen 2002 und 2006 dreimal in Intervallen von zwei Jahren per Fragebogen erfasst. Zugleich untersuchten die Forscher die Sterblichkeit bis 2013.


Subjektives Wohlbefinden verringert Sterberisiko

Studienteilnehmer, die das Leben mehr genießen konnten, wiesen ein bis zu 24 Prozent geringeres Todesrisiko auf als jene, die weniger Spaß am Leben hatten. Faktoren, die das Wohlbefinden positiv beeinflussten, waren weibliches Geschlecht, Ehe und Zusammenleben, Arbeit, Bildung, Vermögen und Alter.

Die Studienergebnisse verdeutlichen, wie stark subjektives Wohlbefinden die Gesundheit beeinflusst, so die Wissenschaftler. Je stärker die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben, desto größer ist der Einfluss auf Gesundheit und Lebenslänge.

Quelle: Dr. Julia Hofmann03.01.17Zum AnfangZurück

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