Schulprogramm Emotionale Intelligenz wirkt nach

Soziale und emotionale Lernprogramme können nicht nur die mentale Gesundheit verbessern. An Schulen unterrichtet, profitieren Schüler möglicherweise auch langfristig, so US-Wissenschaftler.


Emotionale Intelligenz kann gelehrt werden

Ein Unterricht zur Förderung der emotionalen Intelligenz in Schulen dient der Verbesserung der mentalen Gesundheit, sozialer Fertigkeiten sowie einem effizienteren Lernen. Mit Schulprogrammen wurden bereits positive Erfahrungen gemacht. Schüler profitieren aber offenbar auch langfristig, zeigt eine Untersuchung.

Sozial-emotionale Lernprogramme sollen Schülern Fähigkeiten vermitteln, die sie für ein erfolgreiches Leben brauchen, so die Forscher. Sie untersuchten jetzt die langfristigen Auswirkungen von Schulprogrammen zur emotionalen Intelligenz, um herauszubekommen, wie effektiv sie tatsächlich sind und ob sich die Investition lohnt.

Zu diesem Zweck analysierten sie die Ergebnisse von 82 verschiedenen Programmen mit mehr als 97.000 Schülern aus den USA, Großbritannien und Europa vom Kindergarten an bis zur Mittelschule. 


Schüler profitieren fürs Leben

Das sozial-emotionale Lernen hatte nicht nur im Klassenzimmer nachhaltige positive Effekte, sondern war auch mit besseren Ergebnissen in der Folgezeit verbunden. Collegestudenten, die an einem solchen Programm teilgenommen hatten, schnitten um elf Prozent besser ab als jene, die hierzu in der Schule keinen Unterricht hatten. Highschool-Abschlüsse waren um sechs Prozent besser. Auch kam es bei Schülern, die Programme zur Emotionalen Intelligenz durchlaufen hatten, neigten seltener zu Drogenmissbrauch, Konflikten mit dem Gesetz oder mentalen Erkrankungen. 

Die Forscher glauben, Schulen wären der ideale Ort, um solche Programme zu starten. Denn dort wären annähernd alle Kinder erreichbar, auch jene, die eher benachteiligt sind. Besonders in der Zeit der Mittelschule in der frühen Jugend habe der Unterricht großen Einfluss. Dies sei eine Zeit, in der Kinder vielen Einflüssen außerhalb der Familie ausgesetzt wären und in der sie regelmäßig und viel Zeit in der Schule verbringen. Soziale und emotionale Kompetenz ließen sich hier gut erlernen und üben. Über die Studie berichten die Wissenschaftler in "Child Development".

Quelle: Dr. Julia Hofmann08.08.17Zum AnfangZurück

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