Babys niemals schütteln!

Schreiende Säuglinge und Babys sind für viele Eltern oftmals eine psychische Belastung. Wer sein Kind in so einer Situation schüttelt, riskiert schwere Verletzungen beim Kind. Zu wenige Eltern sind sich offenbar der Gefahr bewusst, heißt es im "Deutschen Ärzteblatt".


24 Prozent der Befragten wissen nicht, wie gefährlich Schütteln ist

Zu vielen Menschen in Deutschland ist nicht bewusst, welche Folgen Schütteln für Säuglinge und Kleinkinder haben kann. Darauf hätten das Nationale Zentrum für frühe Hilfen (NZFH) und das "Bündnis gegen Schütteltrauma" hingewiesen, wird in der Medizinerzeitschrift berichtet. Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums sollen die Organisationen deshalb eine Aufklärungskampagne starten.

Eine repräsentative Befragung der NZFH hatte ergeben, dass 24 Prozent der Befragten nicht wussten, dass das Schütteln von Babys mit Schäden verbunden sei. Nur 79 Prozent wussten, dass man Babys niemals schütteln dürfe. 

Aufklärung sei besonders wichtig, so die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Katharina Barley von der SPD. Denn schwere Verletzungen mit möglicher Todesfolge aufgrund des Schüttelns von Babys kämen immer wieder vor. Eltern sollten sich Hilfe holen können, wenn sie sich überfordert fühlten.

Hauptursache des Schüttelns von Babys sind frühkindliche Schreiphasen, die Eltern oftmals stark belasten und Hilflosigkeit auslösen können. Die Befragung ergab auch, dass viele Deutsche nicht über intensive frühkindliche Schreiphasen informiert sind. Diese Phasen sind aber keine Seltenheit. 18 Prozent der Befragten gaben an, Babys würden auch schreien, um andere zu ärgern.


Aufklärungskampagne soll Eltern besser informieren 

Bestandteil der Aufklärungskampagne sollen auch Informationen für Eltern sein, die ihnen aufzeigen, wie schwierige Situationen besser zu bewältigen sind. Als wichtige Anlaufstelle bei Problemen gelten niedergelassene Kinderärzte, Hebammen sowie frühe Hilfen in Kommunen. 

Dem "Bündnis gegen Schütteltrauma" haben sich 23 Verbände, Vereine und Institutionen aus dem Gesundheitswesen bereits angeschlossen. 

Viele Babys beginnen meist zwei Wochen nach der Geburt zu schreien. Das Schreien bessert sich meist, wenn die Kinder drei bis vier Monate alt sind. Besonders in den Nachmittags- und Abendstunden nimmt das Schreien oftmals zu. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann11.12.17Zum AnfangZurück

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