Meditation schützt vor Herzkrankheiten

Meditation könnte helfen, das Herzerkrankungsrisiko zu senken, so die American Heart Association in einem Statement. Noch bedeutsamer sind allerdings eine herzgesunde Lebensweise und medizinische Behandlungen.


Studie: Beeinflusst die Meditation Herzrisikofaktoren?

Eine Studienzusammenfassung über die Auswirkungen der Meditation auf das Risiko von Herzkrankheiten ergab, dass Meditation einen Beitrag zu deren Vorbeugung leisten kann. Unter Herzkrankheiten sind die koronare Herzkrankheit (KHK), der Herzinfarkt und Herzrhythmusstörungen zu verstehen.

Bei diesen Krankheiten spielen eine Reihe von Risikofaktoren wie Rauchen, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel eine Rolle. Die Behandlung von Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten und ein gesunder Lebensstil helfen, Herzerkrankungen vorzubeugen. In den vergangenen Jahren ergaben verschiedene Studien, dass auch Meditation der Herzgesundheit zugutekommt.

Die Forscher analysierten die Studien zum Thema und legten ihr Augenmerk dabei auf Meditationstechniken, die im Sitzen praktiziert werden. Dazu gehören beispielsweise achtsamkeitsbasierte Meditation, Samatha, Zen Meditation und tranzendentale Meditation. Studien, die kombinierte Anwendungen zum Beispiel von Tai Chi und Yoga untersuchten, wurden von der Analyse ausgeschlossen. Dies sollte verhindern, dass die darin enthaltende Bewegung einen Einfluss auf die Ergebnisse hat. Denn Bewegung kann Herkrankheiten vorbeugen und beeinflusst deshalb das Risiko dafür.


Meditiation könnte Blutdruck senken und bei Rauchstopp helfen 

Die Studienergebisse zeigen, dass Meditation Stress wirksam reduzieren kann und Angst und Depressionen positiv beeinflusst. Auch Schlaf und Allgemeinbefinden lassen sich demnach mit Meditation verbessern. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Meditation auch positive Auswirkungen auf den Blutdruck haben kann. Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für Herzkrankheiten. Allerdings ließ sich die blutdrucksenkende Wirksamkeit nur begrenzt belegen und auch die Höhe einer möglichen Drucksenkung ist unklar.

Meditation könnte Rauchern zudem beim Rauchstopp helfen, zeigen die Ergebnisse. Möglicherweise kann Meditatation auch vor einem Herzinfarkt schützen. 

In Kombination mit anderen herzgesunden Maßnahmen ist Meditation geeignet, Herzerkrankungen vorzubeugen, schließen die Wissensschaftler aus ihren Studienergebnissen. Ihre Studie veröffentlichten sie im "Journal of the American Heart Association".

Quelle: Dr. Julia Hofmann12.10.17Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: