Fenchel lindert Wechseljahresbeschwerden

Fenchel könnte Symptome wie Hitzewallungen und Schlafstörungen, die in den Wechseljahren häufig auftreten, auf natürliche Art lindern. Zu diesem Schluss kommt eine kleine Studie an 79 Frauen.


Studie: Pflanzentherapie mit Fenchel gegen Beschwerden der Wechseljahre

Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, trockene Scheide, Gelenk- und Muskelbeschwerden oder Angst und Depressionen können bei Frauen in und nach den Wechseljahren häufiger auftreten. Möglicherweise könnte vielen Frauen Fenchel helfen.

Fenchel ist eine nach Anis riechende Pflanze, die nicht nur als Gemüse gesund ist. Fencheltee ist zum Beispiel bei Verdauungsbeschwerden wirksam und bereits Säuglinge können ihn erhalten, etwa wenn sie unter Blähungen und Bauchschmerzen leiden. Eine neue Studie ergab jetzt, dass Fenchel auch Frauen mit Wechseljahresbeschwerden helfen kann.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung an 45- bis 60-jährigen Frauen, die acht Wochen lang zweimal täglich eine Kapsel mit 100 Milligramm Fenchel erhielten. Der Vergleich zu einer Behandlung mit einem Scheinpräparat zeigte, dass Fenchel sicher und wirksam Beschwerden linderte. Nebenwirkungen sind demnach nicht zu befürchten.

Untersuchungen haben bereits ergeben, dass Fenchel bei Beschwerden im Rahmen des prämenstruellen Syndroms wirksam ist. Das prämenstruelle Syndrom bezeichnet verschiedene Beschwerden wie Schmerzen, Ödeme, Reizbarkeit und andere Symptome einige Tage vor dem Eintreten der Menstruation. Die Beschwerden treten vermehrt bei Frauen über 30 Jahren auf und können diese stark einschränken.


Frauen wünschen oftmals alternative Behandlungen

In der aktuellen Studie waren iranische Frauen untersucht worden. Diese kommen durchschnittlich etwas früher in die Wechseljahre als Europäerinnen und Amerikanerinnen.

Viele Frauen mit Wechseljahresbeschwerden wünschen sich eine komplementäre und alternativmedizinische Behandlung. Wirksam wäre auch eine Hormonbehandlung, die aufgrund von Risiken jedoch für viele Frauen nicht in Frage kommt. Eine Hormontherapie mit weiblichen Hormonen kann zwar Symptome der Wechseljahre wirksam lindern, ist aber mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden. Eine Hormonbehandlung wurde früher häufig durchgeführt, heutzutage jedoch nur noch als Ausnahme.

Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal "Menopause".

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.05.17Zum AnfangZurück

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