Brustkrebs: Tai-Chi bessert Schlaflosigkeit

Viele Frauen mit Brustkrebs leiden unter Schlafstörungen. Schlafmangel birgt aber zusätzliche Gesundheitsrisiken. Schlaflosen Nächten könnten Betroffene mit Tai-Chi begegnen, fanden Forscher heraus.


Brustkrebs: Mit Tai-Chi gegen Schlafstörung, Müdigkeit und Depressionen

Wer schon einmal Schlafstörungen hatte, weiß, dass schon die Angst davor es erschweren kann, in den Schlaf zu finden. Bei 30 Prozent der Frauen, die Brustkrebs überleben, können schlaflose Nächte mehr als nur eine Befindlichkeitsstörung sein. Sie gelten auch als eine Folge der Therapie. Mögliche Folgen sind Depressionen, schwere Müdigkeit und ein erhöhtes Krankheitsrisiko.

Eine aktuelle Untersuchung im "Journal of Clinical Oncology" zeigt jetzt, dass diesen Frauen Tai-Chi helfen könnte. Dabei erwies sich Tai-Chi als genauso effektiv wie eine kognitive Verhaltenstherapie, die als Goldstandard der Behandlung betrachtet wird. Die Erfolge der beiden Therapien sollen mehr als ein Jahr lang anhalten.

Die Studie an Brustkrebspatientinnen ergab, dass Tai-Chi nicht nur den Schlaf anhaltend verbessern konnte, sondern auch Müdigkeit und Depressionsbeschwerden positiv beeinflusste.


Studie: Tai-Chi könnte Entzündungen senken

Nach Empfehlungen der American Academy of Sleep Medicine ist die kognitive Verhaltenstherapie bei Schlaflosigkeit die Therapie der Wahl. Die Behandlung fokussiert negative Einstellungen und Verhaltensweisen, die das Einschlafen und den Erhalt des Schlafes beeinflussen und somit die Schafstörung unterhalten.

Tai-Chi ist eine Kombination aus langsamen Bewegungen und Meditation. Es führt zur Entspannung des Körpers und langsamerer Atmung. Bei Brustkrebspatientinnen ließ sich bereits nachweisen, dass sich mit Tai-Chi Entzündungen reduzieren lassen und dies das Risiko für Krankheiten beziehungsweise der Rückkehr von Brustkrebs senken könnte.

In der aktuellen Studie hatten 90 Frauen mit Schafstörungen, die Brustkrebs überlebt hatten, entweder einmal wöchentlich eine Verhaltenstherapie oder Tai-Chi erhalten. Frauen, die Tai-Chi machten, praktizierten die chinesische Kampfkunst häufig auch nach der Studie in Eigenregie weiter. Tai-Chi ist laut Forscher als Hilfe zu Selbsthilfe zu betrachten. Brustkrebspatientinnen könnten mit der Methode auf verschiedene Arten profitieren.

Quelle: Dr. Julia Hofmann23.05.17Zum AnfangZurück

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