Lösung für Rückenschmerzen: Radiofrequenz

Die Radiofrequenttherapie ist ein minimalinvasives Verfahren, das bei chronischen Rückenschmerzen helfen kann. 80 Prozent Erfolgsquote nach nur einer Sitzung – ergab eine aktuelle Studie. Da können andere Behandlungen nicht so leicht mithalten.

Mit einer neuen Behandlungsmethode könnten möglicherweise viele Patienten mit chronischen Rückenschmerzen langfristig schmerzfrei werden. Für chronische untere Rückenschmerzen sind verschiedene Ursachen verantwortlich. Neben degenerativen Wirbelsäulenveränderungen können verschiedene Krankheiten und auch Veränderungen an den Bandscheiben verantwortlich sein. Kommt es zu Reizungen und entzündlichen Reaktionen der Nervenwurzeln, entstehen Schmerzen.

Auf Schmerzen reagiert der Körper mit Muskelverspannungen. 90 Prozent der Patienten mit einem Bandscheibenvorfall können damit rechnen, dass sich die Symptome nach sechs Wochen zurückgebildet haben, so Alessandro Napoli von der Sapienza Universität in Rom. Bei den zehn Prozent der Patienten mit anhaltenden Beschwerden führen übliche Behandlungen meist auch nicht zur Schmerzfreiheit. Meist haben Patienten die Wahl zwischen konservativer Therapie oder Operation.

Die gepulste Radiofrequenztherapie ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem unter der Kontrolle der Computertomographie mithilfe einer Nadel Pulse elektrischer Energie in den Bereich der betroffenen Bandscheibe und der Nervenwurzeln abgegeben werden. Die nur zehnminütige Behandlung kann der Studie des Forschers zufolge zu einer langanhaltenden Schmerzreduktion führen. Die Wissenschaftler hatten das Verfahren an 80 Patienten getestet, die mindestens seit drei Monaten Schmerzen aufwiesen und bei denen Medikamente und Bewegung nicht ausreichend geholfen hatten.

90 Prozent der so Behandelten wurden innerhalb eines Monats schmerzfrei, bei 80 Prozent waren die Schmerzen auch nach einem Jahr nicht zurückgekehrt. Die aufmerksamkeitserregenden Ergebnisse ihrer Studie stellten die Wissenschaftler anlässlich des diesjährigen Treffens der Radiological Society of North America vor.

Quelle: Dr. Julia Hofmann05.12.17Zum AnfangZurück

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