Krafttraining stärkt Frauen im Arbeitsleben

Frauen können auch hinsichtlich ihres Berufslebens von einem gezielten funktionellen Krafttraining profitieren, so deutsche Forscher. Muskel- und Knochenbeschwerden aufgrund der Belastung im Beruf könnte so vorgebeugt werden. Über die Studie im Zentralen Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Koblenz berichtet das "Deutsche Ärzteblatt".


Krafttraining kommt Frauen im Arbeitsalltag zugute

Frauen haben aus physiologischen Gründen weniger Muskelkraft als Männer. Dies macht sie für Beschwerden des Muskel- und Skelettsystems bei kräftezehrender Arbeit besonders empfänglich. Ob ein Krafttraining hilft, arbeitsbedingten Beschwerden vorzubeugen, und wie sich das Training auf den Berufsalltag auswirkt, war Gegenstand mehrerer Studien an Frauen zwischen 18 und 64 Jahren.

In den Studien ging es besonders um die Auswirkungen des Muskeltrainings auf Muskelkraft, körperliche Leistungsfähigkeit, Körperzusammensetzung, Muskel- und Knochenschmerzen sowie subjektives Wohlbefinden. Analysiert werden konnten die Daten von mehr als 1.350 Frauen.

In allen Studien ließ sich offenbar eine deutliche Kraftsteigerung durch Krafttraining belegen. Das Training führte auch zu verminderten Schmerzen. Wirksam ist den Ergebnissen zufolge auch ein kurzes und geringes Training. Es profitierten nicht nur Frauen mit Berufen, die eine hohe Kraft fordern, sondern auch Frauen mit sitzenden Tätigkeiten.


Frauen in Kranken- und Altenpflege oft besonders belastet

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass gezieltes Krafttraining auch vielen im Gesundheitssystem beschäftigen Frauen helfen könnte. In Alters- und Krankenpflege ist die körperliche Belastung oftmals hoch. Das Umlagern von Patienten und Arbeiten in ungünstigen Körperpositionen gehören in vielen Berufen, in den vorwiegend Frauen beschäftigt sind, zum Arbeitsalltag. Tätigkeiten in diesen Bereichen führen bei Frauen besonders häufig zu Überlastungen, Verletzungen und Arbeitsunfähigkeit. 

Mit einem Muskelkrafttraining lassen sich wahrscheinlich sowohl Beschwerden aufgrund körperlich fordernder als auch sitzender Tätigkeiten von Frauen vorbeugen beziehungsweise bestehende Beschwerden verbessern, lassen die Studienergebnisse vermuten. Allzu lang und intensiv muss das Training offenbar gar nicht sein, um die Muskeln zu stärken.

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.07.17Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: