Brokkoli gegen Darmbeschwerden

Brokkoli gilt als gesund, doch nicht jeder mag den dem Blumenkohl verwandten Kohl. Besonders Menschen mit Darmproblemen wie Darmentzündungen und anderen Beschwerden profitieren aber von dem Konsum des Gemüses, ergab eine Studie. 


Kohlsorten sorgen für gesunde Darmschleimhaut

Wer seine Darmgesundheit unterstützen möchte, sollte in seinen Speiseplan regelmäßig Brokkoli aufnehmen. Darmbeschwerden aufgrund entzündlicher Veränderungen oder des "Leaky-Gut-Syndroms" lassen sich durch den Verzehr des Kohlgemüses verbessern, ergab eine Untersuchung an Mäusen von Wissenschaftlern der Penn State University in Pennsylvania. Mit Rosenkohl und Blumenkohl lassen sich  demnach ähnliche darmschützende Wirkungen erzielen.

Das Leaky-Gut-Syndrom bezeichnet eine vermehrte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für Nahrungsbestandteile, Giftstoffe, Mikroorganismen und andere Substanzen aufgrund einer Schädigung der Darmschleimhaut. Diese Durchlässigkeit der Schleimhaut im Verdauungssystem steht mit der Entwicklung verschiedener Erkrankungen wie Arthritis oder Herzerkrankungen in Verbindung. Eine intakte Darmbarriere ist also nicht nur für die Darmgesundheit wichtig.


Forscher fordern weitere Untersuchungen

Kreuzblütlergemüse wie Brokkoli, Blumenkohl oder Rosenkohl enthalten offenbar Stoffe, die die Darmschleimhaut gesund halten und ihre Barrierefunktion unterstützen. "Vielen Patienten mit verschiedenen Darmproblemen oder einer Darmentzündung wird geraten, nicht zu viele Ballaststoffe zu konsumieren, so die Wissenschaftler. Weitere Studien müssten jetzt klären, welche Art der Verabreichung für darmkranke Menschen am geeignetsten ist, um die positiven Effekte zu erzielen, die sich in der Studie zeigten. Die Tiere in der Studie hatten täglich Mengen an Brokkoli gefressen, die etwa drei vollen Tassen Gemüse entspricht. Diese Menge an Kohl, täglich verzehrt, könnte ihrerseits Verdauungsprobleme hervorrufen, insbesondere wenn der Darm bereits angegriffen ist, so die Wissenschaftler.

Ihre Studie veröffentlichten die Forscher im "Journal of Functional Foods".

Quelle: Dr. Julia Hofmann24.10.17Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: