Krebskrankheiten: 42 Prozent vermeidbar

Krebserkrankungen entstehen häufig auf dem Boden von vermeidbaren Risikofaktoren. Forscher kommen zu dem Schluss, dass 42 Prozent aller Krebskrankheiten auf diese Risikofaktoren zurückzuführen sind. Lebensstilveränderungen könnten das Risiko vieler Krankheiten reduzieren.


Viele Krebskrankheiten entstehen unter Einfluss von Risikofaktoren

Die American Cancer Society untersuchte die Risikofaktoren verschiedener Krebserkrankungen. Von fast 1.571.000 untersuchten Krebserkrankungen endeten 588.000 Fälle mit dem Tod. Die Forscher fokussierten sich auf 26 Typen des Krebses und 17 Risikofaktoren, die für diese Erkrankungen bedeutsam sind.

Die 17 untersuchten Risikofaktoren zählen zu den modifizierbaren, also veränderbaren Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel. Auch die Ernährung oder UV-Belastung spielen eine Rolle. Zudem zählen die Forscher sechs verschiedene Infektionen dazu, die Krebs fördern können. Ergebnisse ihrer Untersuchung wurden im "CA: Cancer Journal for Clinicians" veröffenlicht. Daten zur Studie stammten von den Centers for Disease Control and Prevention und dem National Cancer Institute.

Den Ergebnissen zufolge sind 42 Prozent der Krebserkrankungen und 45 Prozent aller Krebstodesfälle auf beeinflussbare Risikofaktoren zurückzuführen. Die Top 3 der untersuchten Risikofaktoren sind Rauchen, starkes Übergewicht und Alkoholkonsum.


Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor

19 Prozent aller Krebserkrankungen und 20 Prozent der mit diesen Erkrankungen zusammenhängenden Todesfälle fallen demnach auf den Risikofaktor Rauchen. Ein extrem hohes Körpergewicht ist für 7,8 Prozent der untersuchten Krebserkrankungen und 6,5 Prozent der damit einhergehenden Todesfälle verantwortlich und auf das Konto von Alkoholkonsum gehen 5,6 Prozent der Fälle von Krebs und vier Prozent der Todesfälle.

Zu den Krebskrankheiten, die vor allem aufgrund veränderbarer Risikofaktoren entstehen, gehört in erster Linie Lungenkrebs. Aber auch Leberkrebs, Darmkrebs und Brustkrebs sind in der Reihenfolge abnehmend zu einem gewissen Grad beeinflussbaren Risikofaktoren zuzuschreiben.

Quelle: Dr. Julia Hofmann28.11.17Zum AnfangZurück

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