Grippewelle hat begonnen

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts (RKI) meldet, dass die diesjährige Grippewelle begonnen hat, heißt es im "Deutschen Ärzteblatt". Dies haben offenbar die Daten aus den letzten zwei Wochen des vergangenen Jahres und den ersten Wochen dieses Jahres ergeben.


Grippewelle in Finnland ist schwer

In der 51. und 52. Kalenderwoche in 2016 wurden dem RKI 2.600 durch labormedizinische Untersuchungen bestätigte Grippefälle gemeldet. 24 Prozent davon waren so schwer, dass eine Krankenhausbehandlung nötig wurde. Außerdem neun gemeldete Influenzaausbrüche ereigneten sich in Kliniken, Rehakrankenhäusern, in einem Seniorenheim und einer Schule. Ein Ausbruch ist als fünf Erkrankungsfälle oder mehr definiert. Insgesamt sind seit Beginn der Grippesaison 2016/17 fast 4.400 betätigte Grippeerkrankungen gemeldet worden.

Bislang ereigneten sich neun Todesfälle aufgrund von Grippe. Acht Patienten davon waren über 60 Jahre. Für Senioren empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Grippeschutzimpfung empfohlen.

International hat die Grippewelle dem Bericht zufolge unterschiedliche Ausprägungen, zeigt das Europäische Überwachungssystem. Demnach ist die Grippeaktivität in 21 Ländern gering, in15 Ländern mittelstark und in zwei Länder hoch. Sehr hohe Erkrankungszahlen dagegen beklagt Finnland.


Grippe: Risiko für Senioren

Die saisonale Grippeaktivität in Europa ist laut Europäischem Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten diese Saison früh angestiegen. Ursächlich vor allem ein Influenzastamm, so der Bericht im "Deutschen Ärzteblatt". Weitere Entwicklungen wären schwer abschätzbar. Besonders ältere Menschen trügen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe.

Grundsätzlich wird ein Impfschutz für Menschen ab 60 Jahre, chronisch Kranke und schwangere Frauen empfohlen. Ideal ist eine Impfung noch vor Beginn der Grippesaison. Aber auch in den ersten Wochen des neuen Jahres kann eine Impfung noch sinnvoll sein, wenn die Grippewelle erst begonnen hat. Bis der Impfschutz nach der Impfung einsetzt, vergehen zehn bis 14 Tage.

Quelle: Dr. Julia Hofmann01.01.17Zum AnfangZurück

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