Hunde können Leben verlängern

Hunde gelten als bester Freund des Menschen. Darüber hinaus wurden bereits viele gesundheitliche Vorteile für Hundebesitzer nachgewiesen. Möglicherweise könnten die Vierbeiner auch dafür sorgen, das Frauchen und Herrchen länger leben.


Schwedische Forscher prüfen Auswirkungen von Hunden auf die Lebenslänge

Hunde gehören in Deutschland, aber auch in den USA zu den beliebtesten Haustieren. 48 Prozent der US-Haushalte sind im Besitz mindestens eines Hundes. Für die meisten Hundebesitzer ist das Tier ein vollwertiges Familienmitglied. Sie machen Freude und sind in fast jeder Situation unkritischer Partner.

Studien ergaben gesundheitliche Vorteile für Menschen, die einen Hund besitzen. Hunde können Stress von Kindern positiv beeinflussen und die Schlafqualität verbessern, wenn die Tiere im Schlafzimmer schlafen, zeigen Untersuchungen. Daneben fördern Hunde die körperliche Aktivität. Das kommt dem Herzkreislaufsystem zugute.

Schwedische Wissenschaftler wollten nun wissen, ob Hunde das allgemeine Todesrisiko und Risiko von Herzgefäßkrankheiten beziehungsweise des Herztodes beeinflussen. Die Forscher der Uppsala Universität untersuchten die Sterbedaten und den Hundebesitz von über 3.400.000 Schweden. Sie nutzten dafür sieben nationale Register. Alle in der Studie erfassten Menschen waren zu Beginn des Datengewinns 2001 herzgesund und wurden durchschnittlich zwölf Jahre lang beobachtet.


Hunde senken auch Herzrisiko

Im Vergleich zu Personen, die keinen Hund besaßen, wiesen Hundebesitzer ein geringeres allgemeines Todesrisiko auf. Der Hundebesitz in Haushalten mit mehreren Personen konnte dieses Risiko um elf Prozent senken. Singles mit Hund wiesen ein um 33 Prozent reduziertes Todesrisiko auf. Und auch das Risiko an einer Herzerkrankung wie dem Herzinfarkt zu sterben, ließ sich durch einen eigenen Hund senken. Singles mit Hund wiesen ein um 36 Prozent reduziertes Risiko dafür auf, in Mehrpersonenhaushalten war das Risiko um 15 Prozent geringer.

Die Forscher vermuten, dass Hunde die Gesundheit fördern, weil sie zu mehr Bewegung veranlassen. Den Ursachen der verringerten Sterblichkeit bei Hundebesitzern ließ sich in dieser Untersuchung aber nicht auf den Grund gehen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann27.11.17Zum AnfangZurück

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