Erektionsstörung als Hinweis auf Herzprobleme

Für Herzgefäßkrankheiten und Herzinfarkt gibt es verschiedene Risikofaktoren. Neben Bluthochdruck, Übergewicht und erhöhtem Cholesterinspiegel spielen Bewegungsmangel und Rauchen eine entscheidende Rolle. Forscher nennen einen weiteren Faktor: Erektionsstörungen beziehungsweise die erektile Dysfunktion sind ein ernst zu nehmender Hinweis auf Gefäßerkrankungen des männlichen Herzens.


Männer: Potenzstörungen als Hinweis auf das Herzrisiko

Trotz jahrzehntelanger Entwicklung aller Früherkennungs- und Behandlungsmöglichkeiten der koronaren Herzkrankheit (KHK) und des Herzinfarkts sind beide Krankheiten weltweit immer noch führende Todesursache. Wissenschaftler weisen jetzt darauf hin, dass Männer mit Potenzstörungen beziehungsweise erektiler Dysfunktion häufiger ein erhöhtes Herzrisiko besitzen und beide Erkrankungen ähnliche Risikofaktoren aufweisen.

Risikofaktoren für erektile Dysfunktion und Herzgefäßerkrankungen sind unter anderem das Alter, Rauchen, Übergewicht und Diabetes. Verschiedene, sich überlappende Krankheitsmechanismen können zur Entstehung beider Krankheiten beitragen.

Die US-Forscher untersuchten jetzt den Zusammenhang zwischen erektiler Dysfunktion bei Männern und einer noch nicht klinisch in Erscheinung getretenen Herzgefäßerkrankung. Sie nahmen an, dass die erektile Dysfunktion geeignet ist, eine Herzerkrankung anzuzeigen. Sie vermuteten zudem, dass dies insbesondere für jüngere Männer zutreffen könnte, die sich seltener Untersuchungen unterziehen, um die Herzgesundheit zu prüfen.


Potenzstörungen bei jüngeren Männern sollten aufhorchen lassen

In einem systematischen Review und einer Metaanalyse nahmen sie 28 Studien zum Thema unter die Lupe. Wie erwartet zeigten die Daten, dass jüngere Männer mit erektiler Dysfunktion ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen aufwiesen. Demnach eignen sich Potenzstörungen, um die Gesundheit des Herzens zu bestimmen. Diese Männer könnten frühzeitig von aggressiveren Behandlungen und Lebensstilveränderungen profitieren, schreiben sie im Fachjournal "Vascular Medicine".

Quelle: Dr. Julia Hofmann22.12.17Zum AnfangZurück

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