Vitamin D gegen Sonnenbrand

Rote Haut, Schwellung und Entzündung sind Kennzeichen des Sonnenbrands. Bis sich die Haut erholt hat, vergehen einige Tage. Vitamin D könnte die Beschwerden lindern, finden Wissenschaftler heraus. 


Besserer Hautschutz nach Sonnenbrand durch hohe Vitamindosis

Werden einige Stunden nach einem Sonnenbrand hohe Dosen an Vitamin D eingenommen, kann das Rötung, Schwellung und Entzündungen und damit vermutlich auch verbundene Schmerzen deutlich reduzieren. Das ergab eine Studie von US-Forschern im "Journal of Investigative Dermatology".

In der kleinen zugrunde liegenden Studie war bei 20 Probanden an der Innenseite des Unterarms mit einer kleinen UV-Lampe ein Sonnenbrand ausgelöst worden. Die Studienteilnehmer hatten dann nach 24, 48, 72 Stunden oder eine Woche nach der Hautverbrennung 50.000, 100.000 oder 200.000 IE (Internationale Einheiten) Vitamin D erhalten. Die Wissenschaftler entnahmen Gewebeproben aus der Haut, um diese zu untersuchen. 

Studienteilnehmer, die die höchsten Dosen Vitamin D erhalten hatten, zeigten eine am längsten anhaltende positive Wirkung. Sie hielt bis zu 48 Stunden lang nach dem Sonnenbrand an. Studienteilnehmer mit den höchsten Vitamin-D-Werten im Blut wiesen eine geringere Hautrötung sowie einen Anstieg von Genaktivitäten auf, die mit der Reparatur der Hautbarriere zusammenhängen. Die Hautbarriere besteht im Wesentlichen aus der Hornschicht der Haut, die die Haut und den Körper vor schädlichen Einflüssen schützt. 


Forscher sprechen keine Empfehlung aus

Die sonnenbrandlindernde Wirkung von Vitamin D war dosisabhängig. Die Forscher vermuten, dass das Vitamin die Schutzfunktion der Hautbarriere unterstützt, indem es hilft, die Entzündung zu bekämpfen. 

Mit der Studie wurde das erste Mal die Wirksamkeit von Vitamin D auf akute Entzündungsreaktionen untersucht, so die Forscher. Die in der Studie verabreichten hohen Dosen des Vitamins sind für die Routinebehandlung des Sonnenbrands allerdings ungeeignet. Die Forscher können die Einnahme der hohen Vitamindosen nach einem Sonnenbrand deshalb nicht empfehlen. Auch reiche eine Studie zum Thema nicht aus. Die Ergebnisse sind aber vielversorechend. Weitere Studien sollten einen potenziellen praktischen Nutzen klären. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann25.07.17Zum AnfangZurück

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